Trainer-Duell Dardai vs. Schwarz: Ordner gegen Klopp-Schüler

Europa League: Hertha BSC trifft am Donnerstag auf Östersunds FK

Berlin.  Um sich zur Lachnummer zu machen, reicht manchmal schon ein Satz. Sandro Schwarz, seit dieser Saison Trainer von Mainz 05, weiß das spätestens seit seiner Ausbildung zum Fußball-Lehrer, als er die Dinge noch etwas ungelenk anging. "Ballverarbeitung und -ablage durch abgestimmtes Passverhalten erleichtern", dozierte er damals vor seinen Mitstreitern, die sich bogen vor Lachen. Denn eigentlich hatte Schwarz nur prägnante Stichworte geben sollen. "Chip-Ball", sagte Chefausbilder Frank Wormuth milde lächelnd, "Chip-Ball reicht an dieser Stelle" – zu sehen im Dokumentarfilm "Trainer".

Natürlich hat Schwarz die Ausbildung trotzdem gemeistert. Seit 2013 verfügt er über die höchste Qualifikation, die ein Trainer in Deutschland haben kann, seit diesem Sommer coacht er in der höchsten Liga. Aus der U19 des FSV ist er über die U23 bis zu den Profis aufgestiegen, mit denen er heute Hertha empfängt (15.30 Uhr, Sky und im Liveticker bei immerhertha.de)

Fünf Bundesligaspiele hat Schwarz (38) bisher zu verantworten. Vieles sah dabei gut aus, nur der Blick auf die Ergebnisse nicht. Die ernüchternde Bilanz: vier Niederlagen, drei Punkte, Tabellenplatz 15 – der schlechteste FSV-Start seit zwölf Jahren. Schon wächst der Druck, die kritischen Fragen werden lauter. Ist der Neuling vielleicht zu farblos für den großen Fußball-Zirkus? Oder doch eher zu grün hinter den Ohren?

Rückkehr zu den Anfängen

Während Schwarz seinen Platz noch finden muss, sitzt Hertha-Coach Pal Dardai (41) in Berlin fester im Sat...

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