Trade-Deadline: Green Bay verpasst sein Tradeziel

SPORT1
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Die Trade-Deadline in der NFL rückt näher. Bis zum Dienstagabend um 22 Uhr MESZ können die Teams der Football-Liga noch Spieler tauschen, danach ist für diese Saison kein Wechsel mehr möglich.

Das sind die heißesten Trade-Kandidaten

SPORT1 gibt im Trade-Ticker einen Überblick über fixe Deals und Gerüchte.

+++ Diese Deals könnten am Deadline Day noch steigen +++

Letzter Tag für Trades in der NFL: Bis 22 Uhr MESZ können Teams noch Spieler tauschen, einige prominente Namen könnte es noch zu einem neuen Arbeitgeber ziehen.

SPORT1 zeigt die prominentesten Namen, die noch gehandelt werden:

Ryan Fitzpatrick (Quarterback, Miami Dolphins: Der 37-jährige begann die Saison in starker Form. Er warf für 1525 Yards und zehn Touchdowns und lief zudem zwei mal selbst in die Endzone. Nach Woche sechs folgte aber trotz der 3:3-Bilanz der Schock: Der Altmeister musste dem Nummer-eins-Pick Tua Tagovailoa Platz machen. Die Dallas Cowboys sind laut NFL-Insider Ian Rapoport heiß auf "Fitzmagic", weil mit Prescott-Ersatz Andy Dalton zuletzt nichts lief und dieser mit einer Gehirnerschütterung ausfällt.

Tyrod Taylor (Quarterback, Los Angeles Chargers): Eigentlich war Taylor der Stamm-Passgeber der Chargers. Doch vor Woche zwei verletzte ihn ein Teamarzt bei der Behandlung mit einer Rippenblessur an der Lunge - und Taylor drückt seitdem die Bank. Sein Nachfolger Justin Herbert hat seine Chance mit zwölf Touchdowns in fünf Partien genutzt. Dem 31-Jährigen stehen wie Fitzpatrick wohl auch nur die Türen nach Dallas oder Jacksonville offen.

Stephon Gilmore (Cornerback, New England Patriots): Die Playoffs sind für die Patriots in diesem Jahr außer Reichweite - und das macht einen Abgang möglich. Der "Defense Player of the Year" des vergangenen Jahres könnte dem Team von Bill Belichick einige frühe Picks für kommende Drafts einbringen und damit den Umbruch vorantreiben. Ein möglicher Hammer-Deal wäre ein Transfer zu den San Francisco 49ers. Dort sind Richard Sherman und Jimmie Ward noch außer Gefecht und der Super-Bowl-Teilnehmer von 2020 braucht für die hohen Ziele Starpower.

Will Fuller (Wide Receiver, Houston Texans): Der 26-Jährige steht vor einer Abreise aus Houston. Laut mehreren Berichten zeigen die Green Bay Packers seit Wochen Interesse. Nun hat sich auch der Weg zu den Cleveland Browns eröffnet. Odell Beckham Jr. fällt für den Rest der Saison aus und die Franchise sucht einen Ersatz für ihn mit Erfahrung. Fuller passt mit seinen 26 Jahren und viereinhalb Spielzeiten perfekt in die Anforderungen.

Kenny Stills (Wide Receiver, Houston Texans): Der Texans-Teamkollege von Fuller ist ebenfalls ein Kandidat für einen Wechsel. Auch an ihm sind die Packers interessiert. Jedoch gilt es als wahrscheinlich, dass die Texans nur einen der beiden Receiver abgeben. Zu den Browns passt seine Spielweise nicht so gut wie die von Fuller. Eventuell könnte er aber zu den Patriots gehen. Dort gibt es neben Julian Edelman keinen Passempfänger auf starkem Niveau.

David Njoku (Tight End, Cleverland Browns): Der Erstrunden-Pick der Browns von 2018 liegt in der dritten Saison hinter den Erwartungen zurück. 83 Yards ist ein schwacher Wert. Das macht den verletzungsanfälligen Tight End zu einem potenziellen Trade-Opfer. Zumal Austin Hooper für Spielmacher Baker Mayfield bisher deutlich wichtiger war. Aktuell könnte er die Probleme bei den Philadelphia Eagles oder den Patriots wohl lösen. Vor allem den Patriots fehlt nach dem Ende der Gronkowski-Ära ein Star auf der Position.

Dwayne Haskins (Quarterback, Washington Football Team): Der Erstrunden-Pick von 2018 erlebt eine Horrorsaison statt dem großen Durchbruch. Nach dem vierten Spieltag wurde er zum Ersatz hinter Kyle Allen degradiert. Nun ist auch der erfahrene Alex Smith nach seiner Verletzungs-Odyssee zurück. Er ist wohl nur für Teams interessant, die ihn in Ruhe entwickeln wollen und einen erfahrenen Starter haben - wie die Pittsburgh Steelers oder Indianapolis Colts. Unter Umständen könnten die Jaguars einen Deal riskieren.

Takkarist McKinley (Defensive End, Atlanta Falcons): 2017 stach er beim Draft noch heraus. Nachdem ihn die Atlanta Falcons in der ersten Runde auswählten, kam er mit einem riesigen Bild seiner Oma auf die Bühne. Seitdem verschwindet der Pass-Rusher aber immer mehr in der breiten Masse. Die Seattle Seahawks haben die Fühler nach Verstärkungen in der Defensive ausgestreckt und spielen ein ähnliches System. Der Trade des 24-Jährigen würde also Sinn machen.

John Ross (Wide Receiver, Cincinnati Bengals): Der Receiver sorgte bereits für einen Mega-Wirbel, als er noch nicht einmal in der NFL spielte. Er knackte beim Draft 2017 den Rekord beim 40-Yard-Sprint mit 4,22 Sekunden. Niemals war jemand schneller. Danach kam aber nicht mehr viel. Die Cincinnati Bengals wählten den in der ersten Runde aus und der 24-Jährige ist seitdem meistens verletzt. Nur 733 Yards in dreieinhalb Spielzeiten sind weit unter dem Durchschnitt eines Passfängers. Ross hat aber kürzlich seinen Trade-Wunsch erneuert.

Jordan Howard (Running Back, Miami Dolphins): Der stämmige Runningback hatte bei den Chicago Bears 2016 und 2017 starke Jahre mit jeweils deutlich mehr als 1000 erlaufenen Yards. Danach wurde es immer ruhiger um den 25-Jährigen. In der aktuellen Saison kommt Howard gerade einmal auf 14 Yards bei den Dolphins. Es gibt wohl Anfragen. Sinn würde ein Trade zu den Buffalo Bills machen. Zudem gibt es bei den New York Jets eine Lücke nach der Vertragsauflösung mit Le'Veon Bell.

+++ Kommando zurück bei Fuller +++

Lange Zeit sah es so aus, als wenn Will Fuller seine Zelte in Houston abbrechen würde und künftig in Green Bay die Bälle von Aaron Rodgers fangen würde.

Nun ist der Trade nach langer Hängepartie aber geplatzt. Die Packers und Houston Texans haben sich nicht auf einen Deal einigen können.

Laut ESPN scheiterte der Trade an den Forderungen der Texaner, die hohe Draft-Picks verlangt haben. Dies waren die Packers aber nicht bereit, zu bezahlen.

+++ Dolphins weiter aktiv +++

Nach dem Trade von Isaiah Fuller zu den New England Patriots schließen die Miami Dolphins die Lücke umgehend wieder.

Wie NFL-Insider Ian Rapoport verkündete, verstärkt sich das Team aus Florida mit DeAndre Washington von den Kansas City Chiefs. In den Trade des Running Backs sind auch noch Picks involviert.

Der Super-Bowl-Champion um Superstar Patrick Mahomes soll einen Siebtrunden-Pick an Miami abgeben, dafür wandert allerdings auch ein Pick in Runde sechs nach Missouri.

+++ Patriots verstärken das Receiving-Corps +++

Ein seltener Trade innerhalb einer Division!

Die Miami Dolphins geben Wide Receiver Isaiah Ford an die New England Patriots ab und erhalten dafür einen Siebtrunden-Pick 2022.

Damit finden die arg gebeutelten Patriots Verstärkung im Receiving. Julian Edelman steht nach einer Knieoperation auf der Verletztenliste und auch N'Keal Harry muss wegen einer Gehirnerschütterung pausieren.

Für Ford ist es die dritte Spielzeit in der NFL. I n bislang sieben Spielen steht er bei 184 Yards bei 18 Passfängen.

+++ Schlagen die Packers bei Fuller zu? +++

Die Gerüchte, dass die Green Bay Packers Interesse an Will Fuller von den Houston Texans haben, kursieren schon länger.

Laut NFL-Insider Ian Rapoport scheinen sich diese aber nun zu verdichten. Headcoach Matt LaFleur kennt den Wide Receiver aus der gemeinsamen Zeit an der Notre Dame. 2014 war LaFleur Quarterback-Coach an der Notre Dame als Fuller zum Star wurde.

Das könnte der große Trumpf der Packers bei diesem Deal sein. Allerdings ist man sich in der Führungsetage der Packers noch uneins, ob sich die kurzfristige Verpflichtung eines Elite-Receivers lohnen würde.

Fuller selbst scheint auf jeden Fall schon auf glühenden Kohlen zu sitzen.

+++ Geben die Saints Michael Thomas ab? +++

Laut ProFootballTalk sollen sich die New Orleans Saints ernsthaft mit einem Trade von Michael Thomas beschäfigen. Auch der Wide Receiver soll einem Wechsel positiv gegenüberstehen.

Zuletzt wurde der 27-Jährige bei den Saints suspendiert, weil er im Training einen Mitspieler geschlagen hat. Dazu verpasste bisher er einen Großteil der Saison verletzungsbedingt.

NFL-Insider Ian Rapoport erteilt diesem GErücht jedoch eine klare Abfuhr. Laut seinen Informationen planen die Saints keinen Trade.

Dass der Zweitrunden-Pick von 2016 in Topform allerdings für jede Offense eine Verstärkung sein kann, hat er in seiner bisherigen Karriere bewiesen.

Allein in der vergangenen Saison kam er auf 149 Receives für 1725 Yards. Dazu steuerte er neun Touchdowns bei.

+++ McKinley: "Werde nicht getradet" +++

Takkarist McKinley ist davon überzeugt, dass es keinen Trade geben wird. Das geht aus einem Twitter-Post hervor.

"Sie werden mich nicht traden. Sie haben eine Reihe von Angeboten abgelehnt", schrieb der Defensive End der Atlanta Falcons.

+++ Linebacker-Tausch zwischen Saints und 49ers +++

Die New Orleans Saints sind auf der Suche nach einem Linebacker fündig geworden. Nach Informationen von NFL Network holen die Saints Kwon Alexander von den San Francisco 49ers. Der 26-Jährige unterschrieb 2019 einen Vierjahresvertrag über 54 Millionen Dollar bei den 49ers.

In dieser Saison verpasste er die vergangenen drei Spiele wegen einer Knöchelverletzung. Die Saints glauben aber an seine baldige Rückkehr, ansonsten wären sie den Trade wohl nicht eingegangen.

Gesund stellt Alexander eine Verstärkung für die Saints dar. Mit ihm und Demario Davis hätten die Saints ein starkes Duo in der Mitte der Defense.

Die 49ers erhalten für Alexander Linebacker Kiko Alonso und einen Fünftrunden-Pick im Draft 2021.

+++ Titans holen King +++

Die Tennessee Titans haben in einem Trade mit den Los Angeles Chargers Desmond King verpflichtet. King wurde 2017 von den Chargers in der 5. Runde gedraftet.

Nach zwei starken Jahren spielte der Defensive Back 2019 seine bis dato schwächste NFL-Saison. Mit ihm haben die Titans aber die lange gesuchte Verstärkung in der Secondary gefunden.

Die Chargers erhalten für ihn einen Sechstrunden-Pick im kommenden Draft.