Traben: Wie Hufschmied Pögel zum Champion wurde

André Pögel und Mon Cherie Ass

Berlin.  Für die meisten Trabrennfahrer ist das Deutsche Derby in Mariendorf der Höhepunkt der Saison. André Pögel dagegen hat das wichtigste Rennen der Saison schon hinter sich. Mitte Juni wurde der Brandenburger in Hamburg zum ersten Mal deutscher Amateurmeister. Nun will Pögel am Donnerstag (ab 16.30 Uhr) auf der Trabrennbahn Mariendorf auch noch die Internationale Derby-Meisterschaft der Amateure gewinnen. "Das Rennen hat ebenfalls einen hohen Stellenwert für mich", sagt er. Und das nicht nur, weil seine Karriere einst auf der Mariendorfer Bahn begonnen hatte.

Schon als Kind war er gern geritten, damals allerdings noch Dressur, Vielseitigkeit und vor allem Springreiten. Zum Trabsport kam der 44-Jährige nach der Wende eher zufällig: Der ehemalige Berliner Champion Michael Hönemann suchte einen Hufschmied und wurde bei Pögel fündig, der sich damals gerade als Hufbeschlager selbstständig gemacht hatte. Anfangs kümmerte er sich nur um das Fußwerk der Traber, doch mit der Zeit ließ man ihn auch selbst fahren. Das erste Mal war eine Überwindung, auch wenn Pögel auf dem elterlichen Hof schon oft Kremser gefahren war. "Man sitzt ja doch ein bisschen näher dran am Pferd", sagt er. "Das war zu Beginn beängstigend."

1997 machte Pögel in Mariendorf seine Amateurfahrerlizenz. Der Lehrgang dauerte drei Tage, in denen den Teilnehmern das Basiswissen über die Anatomie des Pferdes, die wichtigsten Statuten und die Kleiderordnung eines Fahrers vermittelt wurde: schwarze Stiefel, weiße Hose und ein be...

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