Toys ‘R’ Us schließt alle Filialen in Großbritannien


Es ist das Aus für Toys ‘R’ Us in Großbritannien: Der Spielwarenhändler schließt offenbar alle seine 100 Filialen im Land. Das berichten übereinstimmend die britische Nachrichtenagentur Press Association und der „Guardian“. Laut „Guardian“ informierten die Geschäftsführer am Mittwochmorgen die Belegschaft über den Schritt, nachdem weiterhin kein Käufer für die kriselnde Kette gefunden wurde.

Demnach müssen bereits am morgigen Donnerstag 25 Läden schließen, 541 Mitarbeiter sind davon betroffen. Die restlichen 75 Filialen machen innerhalb der nächsten sechs Wochen dicht. Toys ‘R’ Us beschäftigt in Großbritannien rund 3000 Menschen.

Die Nachricht kommt nicht überraschend. Ende Februar wurden die Geschäfte auf der Insel unter Zwangsverwaltung gestellt, die Landesgesellschaft beantragte Gläubigerschutz. Zuvor war ein Verkauf gescheitert.

In den USA hatte Toys ‘R’ Us im vergangenen September Insolvenz angemeldet, davon waren allerdings die Geschäfte außerhalb der USA und Kanada nicht betroffen. Bis Mitte April sollen dort 180 Läden geschlossen werden – das ist jede fünfte Filiale. Allerdings gibt es Spekulationen, dass der Händler auch in den USA alle 800 Filialen aufgibt.

Vor allem die starke Konkurrenz durch den Online-Riesen Amazon hatte Toys ‘R’ Us zugesetzt – weshalb der Fachhändler nun sein Internet-Geschäft ausbauen möchte. Zudem belasten hohe Schulden das Unternehmen. Toys ‘R’ Us betreibt weltweit rund 1600 Filialen mit 64.000 Angestellten.