Toys'R'Us–Pleite trifft Lego und Playmobil

Lego und Playmobil gehören zu den 50 größten Toys'R'Us-Gläubigern. Andere Unternehmen trifft die Insolvenz der Spielzeugkette jedoch noch stärker.


Die Insolvenz der US-Spielzeugkette Toys'R'Us trifft auch europäische Hersteller wie Lego und Playmobil. Die beiden Unternehmen gehören nach Informationen der WirtschaftsWoche zu den 50 größten Gläubigern des Unternehmens. Das geht aus dem Insolvenzantrag in den USA hervor, der dem Magazin vorliegt.

Laut den Unterlagen hat Lego derzeit offene und unbesicherte Forderungen in Höhe von 31,6 Millionen Dollar gegenüber Toys'R'Us, Playmobil USA kommt auf 2,5 Millionen Dollar. Weder Lego noch Playmobil wollten sich auf Anfrage der WirtschaftsWoche dazu äußern. „Grundsätzlich kommentieren wir keine finanziellen Details“, teilte ein Lego-Sprecher lediglich mit. Noch stärker als die europäischen sind die US-Spielzeughersteller Mattel (135,6 Millionen Dollar) und Hasbro (59 Millionen Dollar) betroffen.

Wie am Montag bekannt wurde, ist Toys'R'Us ist kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft das Geld ausgegangen. Wegen der hohen Schuldenlast beantragte die Spielzeugkette am Montagabend in den USA Gläubigerschutz. Ein vergleichbarer Schritt ist auch in Kanada geplant. Damit geht ein weiterer US-Einzelhändler vor der Marktmacht des Onlineriesen Amazon in die Knie.




Es ist eine der größten Insolvenzen eines Fachhändlers in den USA. Die Geschäfte sollen aber erst einmal weiter laufen. Weltweit seien die zum Konzern gehörenden Läden von Toys'R'Us und Barbies'R'Us sowie das Online-Geschäft geöffnet.

Laut der deutschen Internetseite betreibt der Spielzeughändler, der von Bauklötzen bis zu Fahrrädern alles im Angebot hat, in Deutschland 66 Filialen. In Österreich sind es 15, in der Schweiz zehn.

Wie sich die Pleite auf Spielzeughändler und die deutsche Tochter auswirkt, können Sie hier nachlesen.