Toys 'R' Us ist pleite

Felix Knoke
Signage is displayed outside a Toys R Us Inc. retail store in Louisville, Kentucky, U.S., on Monday, Sept. 18, 2017. Toys R Us Inc., which has struggled to lift its fortunes since a buyout loaded the retailer with debt more than a decade ago, is preparing a bankruptcy filing as soon as today, according to people familiar with the situation. Photographer: Luke Sharrett/Bloomberg via Getty Images

Das US-Spieleunternehmen Toys 'R' Us hat in den USA und Kanada Insolvenz angemeldet. Das Firmengeschäft außerhalb dieser Länder - 1.600 Läden in der Welt, allein 255 lizenzierte Geschäfte und Joint-Venture-Partner in Asien - seien ausgenommen.

Das Unternehmen hatte 5 Milliarden Dollar langfristige Verbindlichkeiten angehäuft. Der Schuldenberg soll nun endlich abgebaut und das Geschäft nachhaltig umstrukturiert werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Allein im nächsten Jahr hätte Toys 'R' Us 400 Millionen Dollar abbezahlen müssen. Aber wenn es eine Zukunft für das Unternehmen gibt, dann muss noch viel mehr überdacht werden: Fünf Jahre in Folge gingen die Verkaufszahlen von Toys 'R' Us zurück. Im selben Zeitraum wuchs Amazons Spielzeugabteilung immer weiter.

Amazon hatte mit Spielzeugen 4 Milliarden Dollar eingenommen, zeigt eine Aufstellung der Probleme der Firma. Von 2015 auf 2016 sei dieser Anteil um ein Viertel gestiegen. Damit ist Amazon nach wenigen Jahren im Spielzeuggeschäft bereits ein Drittel so groß wie der fallende Spielzeugriese. Laut Wall Street Journal würden allerdings ein paar schlecht laufende Geschäfte geschlossen.

Toys 'R' US wurde 2015 für 7,5 Milliarden Dollar von Brain Capital, KKR & Co. und Vornado Realty Trust aufgekauft. Seitdem wird das Unternehmen seine Schuldenlast nicht los. Auch eine große Online-Kampagne mit neuer Website für 100 Millionen Dollar hatte daran nichts geändert: Plaste-Spielzeug verkauften Target, Walmart und vor allem Amazon im Netz einfach besser.

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