Toyota nutzt die Brennstoffzelle für das Wasserstoffprojekt in Kalifornien

Motley Fool Investmentanalyst

Der Traum vom Wasserstoffantrieb hat am Donnerstag einen kleinen Ruck bekommen, als Toyota (WKN:853510) verkündete, dass es sich mit FuelCell Energy (WKN:A2ABRE) zusammenschließt, um die Infrastruktur für Wasserstoff am Hafen von Long Beach in Kalifornien aufzubauen. Letztendlich werden die Unternehmen Abfallprodukte wie Gülle in sauberen Wasserstoffkraftstoff und Strom für das Stromnetz umwandeln.

Eine einzige Anlage zur Erzeugung von Wasserstoff wird den Transport nicht in die Höhe treiben, aber Toyota sieht darin einen Versuchsfeld für weitere Tests. Hier ist, was die Investoren wissen müssen.

Die Wasserstoffanlage in Long Beach

Die Pressemitteilung, in der die Wasserstoffanlage angekündigt wurde, ging nicht im Detail auf den Kraftstoff ein, abgesehen der Aussage, dass sie „methanbasierte Kraftstoffe wie erneuerbares Biogas“ verwenden würde.

Nicht nur Wasserstoff wird in der SureSource Wasserstoffanlage von FuelCell Energy produziert. Im Rahmen des California Bioenergy Market Adjustment Tariff-Programms wird das Unternehmen auch Strom ins Netz einspeisen. Hier ist ein Blick darauf, wie der Prozess für die Erzeugung von Wasserstoff aussehen könnte.

Die Flexibilität, sowohl Wasserstoff als auch Strom zu produzieren, sollte es dem Projekt erleichtern, Geld zu verdienen, und beugt weiteren Problemen vor, wenn Wasserstoffkraft sich nicht durchsetzen sollte.

Toyotas Wasserstoffpläne in Kalifornien

Für Toyota wird die Anlage eine konstante Versorgung mit Wasserstoffkraft für eine begrenzte Anzahl von Mirai-Wasserstoffautos bieten, die in Kalifornien getestet werden. Das Unternehmen testet auch einen LKW.

Insbesondere der Lkw könnte wichtig sein, um den Weg für Wasserstoff-LKWs im Fernverkehr zu ebnen. Wenn sich die Batteriedichte, die Ladegeschwindigkeit und die Kosten nicht rasch verbessern, wird es für elektrische LKWs schwierig sein, auf dem Markt über die Kurzstreckenstrecken hinaus zu konkurrieren. Das könnte eine Öffnung für Wasserstoff bedeuten, wenn der Kraftstoff kostengünstig erzeugt werden kann und eine Betankungsinfrastruktur aufgebaut wird.

Brennstoffquellen aus erneuerbarem Biogas sollten landesweit leicht verfügbar sein, so dass dies ein Modell für die Betankung von im ganzen Land sein könnte.

Ist das ein Durchbruch für Wasserstoff oder ein einmaliges Projekt?

Für FuelCell Energy könnte das Toyota-Projekt ein Modell für zukünftige Projekte sein. Und das Wachstum von Wasserstoff als Treibstoff würde das Wachstum des Unternehmens langfristig vorantreiben.

Aber wir haben schon vorher gesehen, dass Projekte wie diese werden vielleicht nie über die Pilotphase hinausgehen. Diese Zusammenarbeit macht FuelCell Energy daher nicht zu einem Kauf, aber das Unternehmen ist es wert, in den nächsten Jahren beobachtet zu werden. Wenn Wasserstoff eine brauchbare Alternative zu Dieselkraftstoff für LKWs ist und elektrische LKWs im Langstreckenmarkt schlagen kann, könnte dies eine große Wachstumschance sein. Nur die Zeit wird zeigen, ob das Potenzial auch umgesetzt und genutzt wird.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und am 04.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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