Toyota nimmt Entschuldigung von Vincent Capillaire an

Toyota zieht einen Schlussstrich unter den Ausfall der #7


Schlussstrich unter die Boxengassen-Äffäre bei den 24 Stunden von Le Mans. Nach einer Entschuldigung von LMP2-Pilot Vincent Capillaire will Toyota den kuriosen Zwischenfall , der im Ausfall des TS050 Hybrid mit der Startnummer 7 mündete, zu den Akten legen. "Toyota kann bestätigen, dass sich Vincent Capillaire für sein Verhalten während der 24 Stunden von Le Mans entschuldigt hat", teilt das Team am Donnerstag in einer Stellungnahme mit.

"Wir haben seine Entschuldigung angenommen. Wir erkennen an, dass er mit seiner sportlichen Geste keine negativen Konsequenzen für unser Auto mit der Startnummer 7 beabsichtigt hatte. Wir haben weiterhin ein gutes Verhältnis zu Vincent und betrachten die Angelegenheit damit als erledigt", so die Mitteilung von Toyota weiter.

Capillaire war während des Rennens in der Boxengasse auf den Toyota #7 zugegangen, der mit Kamui Kobayashi am Steuer zu diesem Zeitpunkt an der roten Boxenampel stand und wollte dem Japaner mit einem nach oben gestrecken Daumen seien Anerkennung zollen. Diese Geste hatte Kobayashi jedoch vollkommen anders interpretiert. Der Japaner hatte Capillaire aufgrund seines orangefarbenen Rennanzugs irrtümlich für einen Streckenposten gehalten und das Zeichen als Freigabe gedeutet, während der Safety-Car-Phase aus der Boxengasse loszufahren.

Das wiederum sah der Toyota-Kommandostand, der seinen Fahrer noch einmal zum Anhalten aufforderte. Kobayashi stand durch das Anfahren jetzt außerhalb der Boxengasse - und der Antrieb stellte folgerichtig vom Elektro- auf den Verbrennungsmotor um. Nur: Die Kupplung des TS050 Hybrid ist nicht dafür ausgelegt, aus dem Stand zu starten. Normalerweise kuppelt sie an der Boxenausfahrt bei 60 km/h Elektro-Power ein.

Beim erneuten Anfahren wurde die Kupplung überlast und gab beim Neustart nach Ende der Safety-Car-Phase dann ihren Geist auf. Kobayashi musste das Auto in Führung liegend auf der Strecke abstellen. Capillaire, der bereits am Dienstag in einem Facebook-Beitrag sein Bedauern über sein unangemessenes Verhalten geäußert hatte, erhielt von der Rennleitung dafür eine Geldstrafe.

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