Toyota hebt Jahresprognose noch weiter an

Gewinn von umgerechnet fast 15 Milliarden Euro erwartet

Der japanische Autoriese Toyota hat seine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr bis Ende März erneut angehoben. Erwartet werden 1,950 Billionen Yen (14,7 Milliarden Euro) und damit 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Toyota am Dienstag mitteilte. Schon bei der Vorlage der Quartalszahlen im August hatte der Autobauer die Gewinnprognose auf 1,750 Billionen Yen erhöht.

Toyota stützt sich auf gute Halbjahreszahlen. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs bis Ende März verkaufte der Konzern weltweit 4,4 Millionen Fahrzeuge, 26.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn stieg um mehr als 13 Prozent auf umgerechnet acht Milliarden Euro, der Umsatz um 8,6 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Toyota profitierte vom schwachen Yen und hat zudem seine Kosten reduziert.

Die Verkäufe im Heimatland Japan und in Europa stiegen - die in den wichtigen Märkten Nordamerika und Asien dagegen gingen zurück. Beim Umsatz blieb Toyota daher bei der Prognose vom August.

Toyota investiert derzeit viel Geld in den USA, wo der Konzern bereits rund 40.000 Beschäftigte hat. 5000 davon wurden in den vergangenen fünf Jahren eingestellt, hatte der Konzern im Januar betont. Das Unternehmen reagierte damit auf Kritik von US-Präsident Donald Trump am geplanten Bau eines Werks in Mexiko.

Die jüngsten Kommentare Trumps zur japanischen Handelspolitik kommentierte Toyota-Manager Nobuhiko Murakami am Dienstag nicht. Der US-Präsident hatte bei seinem Besuch in Japan am Montag moniert, das Land exportiere "Millionen von Autos" in die USA - umgekehrt würden sehr wenige US-Autos in Japan verkauft.