Toyota-Chef richtet emotionale Abschiedsworte an Porsche

Akio Toyoda wandte sich mit warmen Worten an Mitarbeiter, Fans und Porsche


Eine überwiegend frustrierende WEC-Saison 2017 ging für Toyota mit einem Erfolgserlebnis zu Ende: Ein Hattrick von drei Siegen in den drei letzten Rennen konnte zwar die beiden WM-Titel von Porsche nicht mehr verhindern, ist aber mehr als nur ein Achtungserfolg. Nun wird sich Porsche in Richtung Formel E verabschieden und Toyota Alleinunterhalter in der LMP1-Hybridkategorie spielen. Konzernchef Akio Toyota hofft, mit den drei Siegen Porsche für die Zukunft herausgefordert zu haben.

"Was wir uns für diese letzten drei Rennen ab Fuji mit Porsche vorgenommen haben, war, in Porsche den Ehrgeiz zu wecken, eines Tages erneut gegen Toyota antreten zu wollen", sagt der Präsident der Toyota Motor Corporation. "Das war mit ein Grund, Fuji, Schanghai und jetzt Bahrain so gut vorbereitet anzugehen - fest entschlossen, um zu siegen. Genau das ist uns gelungen."

Für den Gewinn der beiden Weltmeisterschaften kam die Offensive zu spät. Toyoda gratuliert Porsche daher zum WM-Hattrick. Er hofft auf ein baldiges Wiedersehen: "Wenn es uns gelungen sein sollte, mit diesem Sieg beim letzten Rennen in Porsche den Ehrgeiz geweckt zu haben, in Zukunft noch einmal gegen Toyota antreten zu wollen, dann können wir diese Saison doch noch mit etwas Stolz abschließen. All jenen bei Porsche sei daher gesagt: Eines Tages - auf welchem Weg auch immer und stets im gegenseitigen Streben, uns zum Bau von immer besseren Autos anzutreiben - lasst uns erneut gegeneinander antreten!"

Dankesworte an alle Mitarbeiter und Fans

Der Japaner gibt zu, dass die WEC-Saison 2017 für seine Marke aus mehr Frust- als Lustmomenten bestanden habe: "Mit unserem Team im Juni nach Le Mans zu reisen und bei ihrem Kampf dabei zu sein, endete in einer für mich persönlich sehr frustrierenden Erfahrung. Mir ist klar, dass unsere Leistung bei diesem Rennen auch für unsere Fans frustrierend gewesen sein muss. Dann folgten weitere zermürbende Rennen. Dabei erfuhren wir von Porsches Plänen, aus der WEC auszusteigen." Der Tiefpunkt der Saison, denn von nun an war klar, dass Toyota in Le Mans vorerst keine Revanche i Le Mans mehr bekäme.

"Nach dem Ausgang des letztjährigen Le-Mans-Rennens sprach uns Porsche Anerkennung unter Rivalen aus", erinnert sich Toyoda an das Le-Mans-Drama von 2016 und die entsprechende Reaktion aus Weissach. "Indem wir uns Kämpfe mit Gegnern wie Porsche liefern, steigern wir unsere technische Fähigkeiten. Es macht uns schneller und stärker. Als wir uns Porsche entgegenstellten, pochte im Herzen eines jeden einzelnen im Team, auch in meinem: 'Wir hassen es, zu verlieren!' Doch im Grunde hegten wir auch ganz andere Gefühle, nämlich Respekt und Dankbarkeit gegenüber unserem Rivalen."

Toyoda bedankt sich daneben auch bei jedem Mitarbeiter der Toyota Motorsport GmbH und kündigt an, dass man nicht nachlassen werde: "Den Fahrern, Ingenieuren, Mechanikern und Partnern von Toyota Gazoo Racing sowie allen in der WEC Involvierten sei gesagt: Lasst uns auch weiterhin gemeinsam unser Bestes geben!"

Und last but not least: Abschließend möchte ich noch einmal allen Fans danken, die Toyota Gazoo Racing in dieser Saison unterstützt haben. Die ungeheuren Kräfte, die ihr uns verleiht, sind für all das, was wir tun, einfach unverzichtbar. Für die Zukunft des Automobils und für das Lächeln auf den Gesichtern unserer zufriedenen Kunden werden wir uns auch in Zukunft solchen Herausforderungen stellen und unser Bestes geben. Wir freuen uns daher auch in Zukunft darauf, auf diese warmherzige Unterstützung zählen zu können."

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