Tour: Ente „Gustave“ fährt mit zehn weiteren Oldtimern von Köln nach Peking

Am Donnerstag wurde am Rheinauhafen der Startschuss für die Tourteilnehmer gegeben.

Am Ende werden alle Autos 13.000 Kilometer mehr auf dem Tacho haben: Am Schokoladenmuseum im Rheinauhafen sind am Donnerstag elf Teams in schicken Old- und Youngtimern Richtung China aufgebrochen.

Seit zwölf Jahren organisiert ein Hamburger Veranstalter Oldtimer-Touren ins Reich der Mitte, in diesem Jahr starteten die Teilnehmer auf Initiative von Kölns Wirtschaftsbotschafter Claus Dillenburger ausnahmsweise am windigen Rheinufer. Dafür gab es einen guten Grund: Die Städtepartnerschaft zwischen Köln und Peking besteht nun seit 30 Jahren.

56 Tage lang geht es nun Richtung Osten, zu den historischen PS-Preziosen zählten allein drei „Enten“ (Citroën 2 CV), zwei chromblitzende Jaguar MK II aus den 1960-er Jahren und zwei neuere Mercedes der Baureihe W 124. Die Strecke wird für Mensch und Maschine durchaus anspruchsvoll sein, sie führt über die alte Seidenstraße, heiße Wüsten in Westchina sowie durch das Pamirgebirge in Zentralasien mit Anstiegen bis auf 3000 Metern Höhe.

„Neugierig auf neue Kulturen“

„Ich wollte schon immer eine große Tour mit der Ente machen“, erzählt Heidi Bohlmeier aus Ostwestfalen, bevor sie ihrem grünen 2 CV mit 29 PS auf die Rheinuferstraße einbog: „Ich bin sehr neugierig auf neue Kulturen und ein bisschen verrückt sowieso.“ Ihr 28 Jahre alter Kleinwagen sei in Wirklichkeit ein Erpel und heiße Gustave, schiebt die 67-Jährige noch hinterher.

Kölsche Souvenirs nahmen die Teams reichlich mit auf den Weg. Vor dem Start wurden sie mit FC-Schals und Fahnen von Viktoria Köln eingedeckt. Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, gab ihnen „Jecko“, das Maskottchen des Festkomitees, einen Orden und einen von Papst Benedikt geweihten Ring mit auf den Weg: „Ich sehe Sie als Botschafter für das Rheinland, für den Karneval, den ich vertrete“, sagte er. Die Startflagge schwenkte schließlich Bürgermeister Hans-Werner Bartsch.

Bis zum 1. November wird der Tross nun unterwegs sein, zusammen mit einem Servicewagen samt zwei Mechanikern und der Kasten-Ente der Rallye-Leitung. Übernachtet wird meistens in Hotels, in Peking werden die Fahrzeuge dann per Schiff zurück nach Hamburg verfrachtet. Kostenpunkt: 31.500 Euro pro Team.  ...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta