Tottenham Hotspur: Mauricio Pochettino spricht sich gegen Videobeweis in der Premier League aus

Tottenham Hotspur kann weiterhin mit Mauricio Pochettino planen. Der Coach der Spurs hat seinen Vertrag bis 2023 verlängert.

Tottenham-Trainer Mauricio Pochettino hat nach dem 6:1-Sieg im FA-Cup gegen den AFC Rochdale große Zweifel am dort praktizierten Videobeweis geäußert.

"Im Fußball geht es um Emotionen und diese werden durch den Videobeweis gekillt", sagte der Argentinier. "Die Fans, sind nicht glücklich mit dem, was sie gesehen haben", schimpfte Pochettino im Anschluss an den Kantersieg. Mehrfach hatte Referee Paul Tierney die Partie unterbrochen, um den Videobeweis zu nutzen.

"Die erste Hälfte war peinlich für alle Beteiligten"

In der sechsten Minute wurde ein Treffer von Erik Lamela zurückgenommen, in der 25. Minute bekamen die Spurs nach minutenlanger Unterbrechung einen Strafstoß zugesprochen. In der 28. Minute hatte der Underdog einen Freistoß bekommen, und Heung-Min Son wurde verwarnt. "Die erste Hälfte war peinlich für alle Beteiligten", sagte Pochettino.

Der Argentinier sprach sich auch klar dagegen aus, den Videobeweis wie geplant zur kommenden Saison in der Premier League einzuführen. "Jeder, der das Spiel gesehen hat, wird mir zustimmen, dass die Einführung kommende Saison zu früh wäre", sagte Pochettino. "Ich glaube nicht, dass uns der Videobeweis helfen wird."

Sollte am Videobeweis festgehalten werden, so fürchtet Pochettino, würden die Zuschauer bald vor dem TV bleiben. "Wenn ich nicht schreien darf, wenn wir ein Tor erzielt haben, sondern zwei Minuten warten muss, kann ich diese Emotionen nicht ausleben."