Ein Toter und viele Verletzte bei Brand in Leipziger Mehrfamilienhaus

Nach dem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Leipzig mit einer Toten und vielen Verletzten wird dem mutmaßlichen Brandstifter Mord vorgeworfen. Das teilte die Leipziger Polizei mit

Vermutlich durch Brandstiftung ist in der Nacht zum Karfreitag ein Mehrfamilienhaus in Leipzig vollständig ausgebrannt. Ein Mensch wurde im Zuge der Löscharbeiten tot aufgefunden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Ein Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen, weitere 15 Bewohner wurden mit Rauchvergiftungen in Krankenhäuser gebracht. Insgesamt 34 Menschen im Alter zwischen acht Monaten und 79 Jahren wurden in Sicherheit gebracht. Zwei Bewohner sprangen vom Dach in Sprungtücher der Feuerwehr.

Am Donnerstagabend kurz vor 23 Uhr wurde die Feuerwehr darüber informiert, dass es im Treppenhaus des Gebäudes brenne. Als die Rettungskräfte wenig später eintrafen, stand das Haus bereits komplett in Flammen. Die Löscharbeiten dauerten die gesamte Nacht an, am frühen Morgen stürzte das Treppenhaus ein. Über Wärmebildkameras entdeckten Feuerwehrleute in der 4. Etage eine Leiche, über die Identität war zunächst nichts bekannt.

Nach Befragungen durch die Kriminalpolizei vor Ort habe sich der Verdacht einer vorsätzlichen Brandstiftung erhärtet, teilte die Polizei weiter mit. In dem Zusammenhang wurde ein 32-jähriger Bewohner des Hauses vorläufig festgenommen.