Ein Toter und Dutzende Verletzte bei Gedränge vor Fußballstadion im Irak

Wenige Stunden vor dem Endspiel des Fußballturniers der Golfstaaten im südirakischen Basra ist bei einem Gedränge vor dem Stadion ein Mensch ums Leben gekommen, Dutzende weitere Fans wurden verletzt. Nach Angaben eines Vertreters des irakischen Innenministeriums hatten sich tausende Fans seit dem frühen Donnerstagmorgen vor dem Stadion versammelt, in der Hoffnung, auch ohne Eintrittskarten dem Spiel zwischen Irak und Oman beiwohnen zu können.

Auf Aufnahmen in den Online-Netzwerken war zu sehen, wie eine große Menschenmenge versuchte, zum Stadion vorzudringen. Nach Angaben eines AFP-Fotografen im Inneren des Stadions waren die Tore während des Massengedränges verschlossen.

Das Finale des Golf-Cups sollte um 19.00 Uhr Ortszeit (17.00 Uhr MEZ) beginnen. Regierungschef Mohammed Schia al-Sudani beriet auf einer Krisensitzung mit einigen seiner Minister und dem Gouverneur von Basra über "Sondermaßnahmen", um ein ungestörtes Finale zu ermöglichen.

Es ist das erste Mal seit 1979, dass in dem jahrzehntelang von Konflikten gebeutelten Land wieder das Fußballturnier zwischen acht arabischen Staaten ausgetragen wird. Der Irak hofft, mit Hilfe des Cups sein Image aufpolieren zu können, nachdem er jahrelang auch keine anderen internationalen Spiele ausrichten konnte.

Allerdings wurde bereits die Eröffnungsfeier von logistischen Problemen überschattet. Unter anderem wurde unzähligen Fans trotz Eintrittskarten ebenso wie ordnungsgemäß akkreditierten Journalisten der Zugang zum Stadion ohne Angabe von Gründen verweigert.

ans/kbh