Ein Toter bei Autobombenanschlag auf Wahlkandidaten im Irak

Anschlagsort in Kirkuk

Knapp einen Monat vor der Parlamentswahl im Irak ist bei einem Autobombenanschlag auf einen Kandidaten in Kirkuk ein Mensch getötet worden. Bei dem Toten handele es sich um einen Zivilisten, verlautete am Sonntag aus irakischen Sicherheitskreisen. Elf weitere Menschen seien bei dem Anschlag verletzt worden, darunter drei Leibwächter.

Der Anschlag galt demnach dem Konvoi des Kandidaten Ammar Hadaja Kahja, der für die Turkmenische Front in Kirkuk antritt. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.

Die irakische Armee hatte die multiethnische Stadt Kirkuk rund 250 Kilometer nördlich von Bagdad im vergangenen Jahr von kurdischen Einheiten erobert. Vorausgegangen war ein umstrittenes Unabhängigkeitsreferendum für die autonome Kurdenregion im Irak.

Die Turkmenen in der Region hatten die Übernahme durch die Regierungstruppen begrüßt. Seither gab es bereits wiederholt Zusammenstöße zwischen Kurdenkämpfern und turkmenischen Paramilitärs, die von der Regierung kontrolliert werden.

Seit dem Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein 2003 werden Wahlen im Irak immer wieder von Gewalt überschattet. Zwar ging die Gewalt in den vergangenen Monaten etwas zurück, dennoch gab es einige tödliche Anschläge.