Tote und Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik

Der Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik flammt wieder auf: Mehr als 100 Menschen wurden seit Montag getötet. In der zentral gelegenen Stadt Bria habe es von Dienstag Abend bis Mittwoch Morgen schwere Gefechte gegeben. Die Bevölkerung der Stadt ist größtenteils geflohen, berichtete der katholische Pfarrer Gildas Gbenou der Stadt. Erst am Montag hatten Vertreter von 13 Rebellengruppen ein neues Abkommen mit der Regierung in Rom unterzeichnet.

Der Chef der UN-Mission Minusca Parfait Onanga-Anyanga zeigt sich hoffnungsvoll.

“Wir dürfen sie nicht vorschnell verurteilen und hoffen, dass die neue Vereinbarung wirklich hilft, den Frieden möglich zu machen.

Ich glaube, nein, davon bin ich zutiefst überzeugt, dass nicht nur die Menschen in der Zentralafrikanischen Republik genug vom Krieg haben,

Ich hoffe, dass selbst die bewaffneten Gruppen jetzt einsehen, dass sie mit Hilfe von Gewalt ihre Ziele nicht erreichen werden.”

Mit dem Vertrag soll Frieden in der Region gesichert werden, ein sofortiger Waffenstillstand ist Teil des Abkommens.

Es wurde von der katholischen Hilfsorganisation Sant’Egidio vermittelt.

Seit 2013 befindet sich die Zentralafrikanische Republik im Bürgerkrieg. Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit kämpften gegeneinander,

mehr als eine Millionen Menschen sind auf der Flucht. Auch wenn sich die Lage aufgrund einer UN-Friedensmission vorübergehend stabilisierte,

flammen die Konflikte immer wieder neu auf.