Tote im Neusiedler See: Verdächtiger geständig

Der nach einem Leichenfund im Osten Österreichs verdächtige Mann hat die Tat gestanden. Der mutmaßliche Täter, so seine Anwältin, habe das spätere Opfer an einem Regionalbahnhof in Wien kennengelernt und dann mit nach Hause genommen. Die Tat ist nach Darstellung der Anwältin nicht geplant gewesen. Als er sich der Frau annähern wollte, habe diese zu schreien begonnen. Daraufhin habe er sie in Panik gewürgt.

Der Mann aus Wien habe zugegeben, die Frau zersägt und dann ins Burgenland zum Neusiedler See transportiert zu haben, wo seine Mutter eine Hütte besessen habe. Allerdings versenkte der Mann nicht alle Leichenteile im See. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt mitteilte, habe er Teile der Leiche in seiner Tiefkühltruhe aufbewart, angeblich, um sie später zu "kosten". Der Mann wurde laut Anwältin bereits zwei Mal wegen Gewaltdelikten verurteilt und saß insgesamt 30 Jahre im Gefängnis.

Auf den Verdächtigen aufmerksam wurden Ermittler unter anderem durch einen Hinweisgeber, der den Mann kannte. Die DNA des Opfers brachten die Ermittler außerdem in Verbindung mit einem Einbruch in Wien vor einem Jahr und untersuchten Verbindungen von Besitzern der Bootshütten am Neusiedler See nach Wien.

Die Leiche wurde vor rund zwei Wochen im Neusiedler See gefunden. Weiterhin ungeklärt ist offenbar die Identität der Getöteten. Mehrere österreichische Medien berichten, es habe sich mutmaßlich um eine osteuropäische Prostituierte gehandelt. Die Tote dürfte sich nach Polizeiangaben bereits seit einigen Monaten in dem See befunden haben.