Toshiba verkauft Chip-Sparte für 18 Milliarden Dollar

Der in die Krise geratene Elektronikkonzern Toshiba aus Japan trennt sich von seinem Geschäft mit Speicherchips. Die Sparte soll für 18 Milliarden Dollar an ein Konsortium um den US-Investmentfonds Bain Capital verkauft werden

Der durch milliardenschwere Verluste in die Krise geratene Elektronikkonzern Toshiba aus Japan trennt sich von seinem Geschäft mit Speicherchips. Die Sparte soll für rund 18 Milliarden Dollar (15 Milliarden Euro) an ein Konsortium um den US-Finanzinvestor Bain Capital verkauft werden, wie Toshiba am Mittwoch in Tokio mitteilte. Der Abschluss des Verkaufs sei für kommenden März geplant.

Dem Käuferkonsortium mit dem Namen Pangea gehören auch die US-Technologiekonzerne Apple und Dell sowie der südkoreanische Chip-Hersteller SK Hynix an. Noch in der vergangenen Woche hatte Toshiba auch einen möglichen Verkauf an den US-Festplattenhersteller Western Digital, mit dem sich Toshiba zuletzt einen erbitterten Rechtsstreit vor Gericht lieferte, oder Foxconn aus Taiwan offen gelassen.

Toshiba ist hinter Samsung die weltweite Nummer zwei beim Geschäft mit Speicherchips, die unter anderem in vielen Smartphones zum Einsatz kommen. Mit dem Verkauf der Sparte will das Unternehmen sich wieder finanziellen Spielraum verschaffen. Im April hatte der japanische Traditionskonzern wegen massiver Abschreibungen auf die insolvente US-Atomtochter Westinghouse ein Milliardenminus verkünden müssen. Toshiba leidet zudem weiterhin unter den Folgen eines Bilanzskandals, der im Sommer 2015 bekannt geworden war.