Torino-Präsident: Real Madrids Florentino Perez kannte Andrea Belotti nicht

Er gehörte in der Vorsaison zu Europas Top-Stürmern, aber bis zu Florentino Perez sprachen sich Andrea Belottis Leistungen nicht herum.

Real Madrids Präsident Florentino Perez ist offenbar kein intensiver Beobachter der Serie A. Jedenfalls waren dem Boss des spanischen Rekordmeisters die starken Auftritte von Andrea Belotti (FC Turin) komplett entgangen. Dies behauptet Torino-Präsident Urbano Cairo.

Bei Sky Sports verriet Cairo über ein Treffen mit Perez: "Ich habe mit ihm zu Abend gegessen und wir haben uns über Verträge von Spielern unterhalten, die riesige Ausstiegsklauseln haben, und ich habe Belotti erwähnt. Als er von Belotti, den er übrigens vorher nicht kannte, und seiner Klausel gehört hatte, spitzte er sofort die Ohren."

Milan und Chelsea wollten Belotti

Belotti, der in der Vorsaison 28 Pflichtspieltore in 38 Partien markiert hatte, steht bei Torino noch bis 2021 unter Vertrag. In diesem Arbeitspapier ist die happige Ausstiegsklausel in Höhe von 100 Millionen Euro verankert. Eine Summe, die gemäß Cairo bei Perez für gesteigertes Interesse sorgte.

Denn der mächtige Madrid-Macher, der einst die Galacticos um Ronaldo, Zinedine Zidane und Luis Figo ins Santiago Bernabeu lotste, beschäftigt sich nun angeblich mit einer Verpflichtung Belottis – weil dieser so teuer ist. Cairo behauptet: "Wenn die Klausel bei nur 20 Millionen läge, wären sie nicht interessiert."

Nationalspieler Belotti (13 Einsätze, vier Treffer für die Azzurri) stürmt seit 2015 für Torino. Er kam damals für 8,4 Millionen Euro Ablöse. Im vergangenen Sommer wurde er vor allem mit dem AC Mailand und dem FC Chelsea in Verbindung gebracht.