Torflut im Schneetreiben! Bayern patzt gegen Bielefeld

SPORT1
·Lesedauer: 2 Min.

Eiskalte Dusche für den FC Bayern!

Vier Tage nach dem Triumph der Klub-WM in Katar bei sommerlichen Temperaturen kassierte die Mannschaft von Hansi Flick am Montagabend beim 3:3 (0:2) im Schneetreiben gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld einen überraschenden Rückschlag.

Erstmals seit 36 Jahren gaben die Bayern damit zuhause gegen Arminia Bielefeld Punkte ab. Während der Vorsprung der Bayern an der Tabellenspitze auf Verfolger RB Leipzig auf fünf Punkte zusammenschmolz, bleibt die Arminia auf dem Relegationsplatz, zog nach Punkten aber mit Hertha BSC auf Rang 15 gleich. 

Pünktlich zum Anpfiff verwandelte heftiger Schneefall den Rasen in der Allianz Arena mehr und mehr in eine weiße Winterlandschaft. Die Bielefelder zeigten sich davon unbeeindruckt und schockten die Bayern nach einem Einwurf in der Anfangsphase: Bouna Sarr und Niklas Süle ließen Michel Vlap im Zentrum zu viel Platz, der Winterneuzugang bedankte sich mit seinem ersten Tor für die Arminia (9.). 

Arminia nutzt Bayerns Freiräume eiskalt

Nach einer kurzen Spielunterbrechung (13.), in der der weiße durch einen orangenen Spielball ersetzt und die Linien vom Schnee befreit wurden, waren die Bayern um eine Antwort bemüht. Doch kurz vor der Pause nutzten die Gäste ihre zweite Möglichkeit.

Amos Pieper (37.) kam nach einer Vlap-Ecke völlig frei zwischen Süle und David Alaba zum Kopfball, nachdem ihn sein Bewacher Lucas Hernández aus den Augen verloren hatte.

Lewandowski lässt die Bayern wieder hoffen

Auf dem frisch geräumten Rasen verkürzte Robert Lewandowski (48.) mit seinem 25. Saisontor kurz nach Wiederanpfiff zunächst für die Gastgeber. Doch praktisch im direkten Gegenzug stellte Christian Gebauer (49.) den Zwei-Tore-Vorsprung für den Außenseiter wieder her.

Nach einer Flanke von Leroy Sané brachte Corentin Tolisso (57.) den Favoriten aber wieder heran. Alphonso Davies (70.) gelang mit einem wuchtigen Schuss der Ausgleich. Der erneute Bielefelder Führungstreffer durch Sergio Cordova (73.) zählte nach VAR-Check wegen einer Abseitsposition von Vorbereiter Fabian Klos nicht.

In der Schlussphase warfen die Bayern alles nach vorne. Klos kratzte einen Kopfball von Lewandowski von der Linie (88.).

Bayern beklagen zahlreiche Ausfälle

Die Bayern hatten bereits vor dem Spiel einige Ausfälle zu beklagen. Mit Douglas Costa, der sich im Training einen Haarriss im rechten Mittelfußknochen zuzog, vermeldete der Rekordmeister eine weitere Hiobsbotschaft vor dem Anpfiff.

Thomas Müller befindet sich wegen seiner Corona-Erkrankung in Quarantäne, die vom Virus genesenen Leon Goretzka und Javi Martínez waren noch nicht wieder dabei. Jérôme Boateng fehlte aus privaten Gründen, Alexander Nübel (Syndesmoseanriss) und Tanguy Nianzou (Muskelbündelriss) mussten verletzt passen.