Die Tops und Flops im TecDax 2017

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der TecDax hat das Jahr 2017 mit einem Kursgewinn von fast 40 Prozent beendet. Der Index der Technologiewerte bewegt sich inzwischen wieder auf dem Niveau von Anfang 2001. Als Antrieb erwiesen sich der Wahlsieg von Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentschaftswahl, die anziehende Weltwirtschaft und die insgesamt immer noch recht lockere Geldpolitik der Zentralbanken.

Unsicherheiten wie der Brexit, die Spannungen mit Nordkorea oder die Krise rund um die nach Unabhängigkeit strebende, spanische Region Katalonien hingegen störten kaum. Auch die Urnengänge in den Niederlanden und in Deutschland spielten eher am Rande eine Rolle. Die auf Jahressicht besten und schlechtesten Aktien unter den 30 TecDax-Werten in der Übersicht:

1. Aixtron +273,7% - Der erst im Dezember 2016 aus dem TecDax herausgefallene Spezialanlagenbauer für die LED- und Chipindustrie war bereits im März in den Index zurückgekehrt. Die Aktien profitierten zuletzt stark von der Hoffnung auf eine Geschäftserholung. Im abgelaufenen dritten Quartal gelang es Aixtron dank einer anhaltend guten Nachfrage, schwarze Zahlen zu schreiben. Zudem sprach das Unternehmen von einer erfreulichen Entwicklung der Auftragslage.

2. Siltronic +175,5% - Der Hersteller von Chiprohlingen - sogenannten Wafern - profitiert von der Erholung der Halbleiterbranche. Das sorgt für kräftig steigende Wafer-Preise. Die Aktien des 2015 an die Börse gegangenen Unternehmens eilten in diesem Jahr von Rekord zu Rekord.

3. Wirecard +127,6% - Auch die Papiere von Wirecard erklommen in diesem Jahr in rasender Geschwindigkeit immer neue Höhen. Der Bezahl-Dienstleister wächst kräftig dank des Booms beim Onlineshopping, für das die Bayern die Zahlungen abwickeln. Zudem kauft das Unternehmen immer wieder zu. Anfang 2016 hatten die Anteilsscheine noch unter der Attacke eines bis dahin unbekannten Hedgefonds namens Zatarra gelitten.

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28. Dialog Semiconductor -35,4% - Auf den Aktien des Chipentwicklers lasten seit Monaten Befürchtungen über negative Folgen der großen Abhängigkeit vom Technologiekonzern Apple . Anfang Dezember räumte Dialog dann ein, dass Apple die Ressourcen und die Fähigkeiten habe, Komponenten für dessen Smartphones in wenigen Jahren auch selbst zu entwickeln.

29. GFT Technologies -36,4% - Der auf Finanzdienstleister spezialisierte Softwarehersteller bekommt die Probleme seiner Kernkundschaft zu spüren. Wiederholt kappte der Technologiekonzern aus Stuttgart die Jahresprognose. GFT will nun sein Geschäft auf Industriekunden erweitern und dafür investieren.

30. Nordex -56,5% - Der Windkraftanlagenbauer korrigierte wie schon Ende 2016 auch dieses Jahr seine Umsatzprognose nach unten. Das Unternehmen hat mit unerwartet hohem Preisdruck sowie operativen Problemen in Nord- und Südamerika sowie in den Schwellenländern zu kämpfen. Auch andere Branchenvertreter leiden darunter.