Topinambur und Co.: Sonnenblumen für Spätsommer und Herbst im Garten

Die Blüten der Topinambur erscheinen erst, wenn die Tage kürzer werden - so dass die Blütezeit immer auch von der Lichtsituation am Standort abhängt.

Berlin. Sonnenblumen sind erstaunliche Pflanzen. Sie haben wunderschöne Blüten, sind teils riesig. Betrachtet man die Gattung genauer, merkt man, wie vielgestaltig die Pflanzen sind. Rund 60 Arten sind bekannt. Manche bleiben uns erhalten, wenn die einjährigen Sonnenblumen verblühen.

Sogar ein Trend ist Helianthus tuberosus, als Topinambur bekannt. Diese mehrjährige Sonnenblume hat eine enorme Wuchskraft und erlangt bis zu drei Meter Höhe. Der aufrechte, gut verzweigte Stängel trägt an seinen Enden gelbe Blütenstände. Sie erscheinen erst, wenn die Tage kürzer werden.

"Die Knollenfrüchte der anspruchslosen Pflanze enthalten zahlreiche Polyphenole", sagt Günter Bärwald, Buchautor und Professor für Gärungs- und Getränketechnologie a.D. Antioxidantien sitzen vor allem in der Schale, laut Bärwald sind die Werte bei rotschaligen Sorten besonders hoch. Darüber hinaus verfügt die Knolle über einen recht hohen Gehalt an Inulin. Dieser Mehrfachzucker trägt als Ballaststoff zur Darmgesundheit bei.

Die Topinambur kann gerade sandige Böden gut befestigen. Will man Knollen ernten, so rät Prof. Bärwald zu einem höheren Lehmanteil. "Je mehr Lehm im Boden ist, desto größer werden die Knollen." Diplom-Biologe Christian Wever aus Düsseldorf empfiehlt auch einen Boden mit gewisser Grundfeuchte. Das schütze die Pflanzen eher vor Krankheiten wie Mehltau. "Die Knollen wachsen 30 bis 35 Zentimeter tief im Boden", sagt Prof. Bärwald. Der Standort sollte sonnig sein.

Unter den mehrjährigen Sonnenblumen als Zierpf...

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