Auch Topbonus meldet Insolvenz an

Nach der Pleite von Air Berlin hat auch das Vielfliegerprogramm der Fluggesellschaft Topbonus einen Insolvenzantrag gestellt. Nun ist auch bekannt, wer zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Unternehmens bestellt wurde.


Nach der Insolvenz von Air Berlin hat nun auch Topbonus, das Bonusprogramm der Fluggesellschaft, Insolvenzantrag gestellt. „Aufgrund der aktuellen Situation von Air Berlin und dem unmittelbaren Zusammenhang für das Vielfliegerprogramm hatte Topbonus keine andere Wahl, als diesen Schritt zu gehen“, teilte eine Sprecherin am Freitag mit.

Das Sammeln und Einlösen von Meilen sei bis auf weiteres nicht möglich. Zuvor hatte die „B.Z.“ darüber berichtet. Air-Berlin-Kunden können ihre gesammelten Flugmeilen bereits seit Tagen nicht mehr gegen Gratisflüge oder andere Prämien einlösen. Topbonus ist zu 70 Prozent in der Hand der arabischen Fluglinie Etihad, Air Berlin hält 30 Prozent. Air Berlin hatte am 15. August Insolvenz beantragt, nachdem Großaktionär und Partner Etihad der Fluggesellschaft die finanzielle Unterstützung entzogen hatte.

Nach Informationen der WirtschaftsWoche wurde der Berliner Jurist Christian Otto, Partner der Sanierungskanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm, zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Unternehmens bestellt.




Otto war bereits bei mehreren Großverfahren im Einsatz. Der Insolvenzantrag des Bonusprogramms hatte sich bereits im Vorfeld angekündigt. So hatte Frank Kebekus, Generalbevollmächtigter von Air Berlin, im Interview mit der WirtschaftsWoche erklärt, Topbonus würde zu 70 Prozent dem Air-Berlin-Großaktionär Etihad gehören. "Auch dort hat der Gesellschafter die Finanzierung beendet und es zeichnet sich eine Insolvenz ab".