Top-Investmentbanker verlässt die Deutsche Bank


Erneut verlässt ein hochrangiger Manager das Investmentbanking der Deutschen Bank: Thomas Piquemal, globaler Chef des Beratungsgeschäfts für Fusionen und Übernahmen (M & A), wechselt zur französischen Holdinggesellschaft Fimalac, wie diese am Freitag mitteilte. Piquemals Position wird nicht neu besetzt.

Stattdessen teilen sich künftig die M & A-Regionalchefs für Europa, USA und Asien, Robin Rousseau, Charlie Dupree und Mayooran Elalingam, die globale Verantwortung für die Fusions- und Übernahmeberatung.

Piquemal, der erst vor zwei Jahren zur Deutschen Bank gewechselt ist, war auch Landeschef in Frankreich für die Deutsche Bank. Diese Aufgabe übernimmt vorerst die Organisationschefin für Frankreich, Laure Lemonnier, die ihre bisherige Aufgabe beibehält. Das geht aus einer internen Mitteilung der Bank hervor, über die zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet hatte.


Die Deutsche Bank hatte in den vergangenen zwei Jahren immer wieder prominente Abgänge im Handels- und Kapitalmarktgeschäft zu verkraften. Durch den Abgang von Investmentbanking-Co-Chef Marcus Schenck und die Berufung des Privatkundenchefs Christian Sewing zum Chef der Deutschen Bank ist die Unruhe unter den Investmentbankern noch gewachsen. Das Institut plant Einschnitte in einigen Geschäftsbereichen der Investmentbank. Bislang sind diese aber erst grob skizziert.

Auffällig ist, dass die Bank darauf verzichtet, Piquemals Stelle neu zu besetzen. Das mag eine erste Konsequenz der vom neuen Vorstandschef Sewing angekündigten stärkeren Sparbemühungen sein.

Sewing hatte an die Mitarbeiter geschrieben: „Wir werden uns auch auf der Ebene der Führungskräfte unter dem Vorstand verschlanken. Weniger Hierarchie, mehr Teamarbeit – das ist die Devise.“ Die Bank kommentierte die Personalie nicht.