Top 10 beste LMP1-Rennen - P1: 24h Le Mans 2008

Gary Watkins
·Lesedauer: 2 Min.

Jahrzehntelang war sie die unangefochtene Topklasse im Sportwagensport: Die Le Mans Prototype 1. Zwischen 1994 und 2020 lieferte sie - teils unter anderen Bezeichnungen wie WSC, LMP900 oder einfach nur LMP - eine selten gesehene Antriebsvielfalt mit Benzinern und Dieseln mit und ohne Hybrid. Und sie lieferte spektakulären Sport. Grund genug, auf die besten Rennen zurückzuschauen.

Rinaldo "Dindo" Capello beschreibt seinen Triumph mit Tom Kristensen und Allan McNish bei den 24 Stunden von Le Mans 2008 mit den Worten: "Als Menschen die Maschinen besiegten."

Der Audi R10 TDI war dem Peugeot 908 HDI FAP bei dessen zweiten Auftritt in Le Mans absolut nicht gewachsen. Doch drei ultra-entschlossene Fahrer brachten Peugeot eine Niederlage bei, die bis heute ein Trauma im PSA-Konzern darstellt. Für viele ist es der größte Sieg aller Zeiten beim Langstreckenklassiker.

Stephane Sarrazin konnte mit dem von der Pole gestarteten 908 mehr als fünf Sekunden pro Runde schneller fahren als alle Audis. Doch Audi wusste, dass der auf den Geraden hoffnungslos unterlegene R10 TDI, im dritten Jahr befindlich, noch eine Chance hatte.

Mit Safety-Car-Mapping im Qualifying-Modus

Die Hoffnung hieß Regen: Bei feuchten Bedingungen konnte der R10 mehr als nur mithalten. Das hatte bereits der Testtag zwei Wochen vor dem Rennen gezeigt. Und Regen war vorhergesagt. Damit hatten Kristensen/McNish/Capello wieder Hoffnung und genau eine Aufgabe: Irgendwie in Schlagdistanz zu bleiben, bis sich das Wetter verschlechterte.

Verbockt: Von allen Peugeot-Niederlagen gegen Audi war 2008 die schmerzhafteste

Verbockt: Von allen Peugeot-Niederlagen gegen Audi war 2008 die schmerzhafteste<span class="copyright">Motorsport Images</span>
Verbockt: Von allen Peugeot-Niederlagen gegen Audi war 2008 die schmerzhaftesteMotorsport Images

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Kristensen wurde zwei Stunden vor Schluss von einem LMP2 in der Dunlop-Schikane in einen Dreher gezwungen. In der letzten Stunde kehrte der Regen zurück. Peugeot pokerte auf Slicks, was sie tun mussten. Kristensen erhielt Intermediates.

Der Däne brachte den Audi mit etwas weniger als einer Runde Vorsprung nach Hause. Einer der unmöglichsten Siege der Sportwagengeschichte war komplett.

"Wir haben es gerockt", sagt Kristensen. "Da hat niemand auch nur einen Krümel auf dem Tisch zurückgelassen - Fahrer, Team, Mechaniker. Wir sind die ganze Zeit volles Risiko gegangen, weil das die einzige Chance war, Peugeot zu schlagen. Von der Papierform her hätten wir dieses Rennen nie gewinnen dürfen."

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Mit Bildmaterial von Motorsport Images.