Die Top-Öl-Aktie, die ich sofort kaufen würde

Matthew DiLallo
·Lesedauer: 4 Min.
Pferdekopfpumpe bei Sonnenuntergang langfristig
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Die Ölpreise sind in den letzten Monaten stetig gestiegen. Dank der OPEC überstieg die US-Öl-Benchmark WTI kürzlich die Marke von 57 USD pro Barrel. Das ist der höchste Stand seit Januar letzten Jahres. Rohöl könnte noch weiter steigen. Denn die Nachfrage steigt gerade erst wieder an.

Die Ölproduzenten ernten jetzt die Früchte, nachdem sie einen Großteil des vergangenen Jahres damit verbracht haben, ihre Kosten zu senken. Eine der am besten positionierten Ölaktien ist derzeit Devon Energy (WKN: 925345). Doch was genau überzeugt mich hier?

Perfekt für niedrigere Ölpreise

Devon Energy hat im vergangenen Jahr hart daran gearbeitet, seine Kosten zu senken, um bei niedrigeren Ölpreisen funktionieren zu können. Das Unternehmen verkaufte kostenintensivere Anlagen und nutzte das Geld, um Schulden zu tilgen. Dadurch war das Unternehmen auf dem besten Weg, bis zum Ende des letzten Jahres nachhaltige Kosteneinsparungen in Höhe von 300 Millionen USD zu erzielen.

Seitdem hat das Unternehmen seine Kosteneinsparungsinitiativen noch mal befeuert, indem man einer Fusion mit WPX Energy zugestimmt hat. Die Transaktion wird es dem Unternehmen ermöglichen, seine Kosteneinsparungen bis zum Ende dieses Jahres auf 575 Millionen USD zu erhöhen. Devon braucht nur einen durchschnittlichen Ölpreis von 33 USD pro Barrel im Jahr 2021, um das aktuelle Produktionsniveau zu halten. Zusammen mit einer gestärkten Bilanz dank des Schuldenabbauplans kann Devon auch bei niedrigeren Ölpreisen florieren. Bei einem Ölpreis von weniger als 40 USD in diesem Jahr kann Devon sein Kapitalprogramm und die Dividende von 2,5 % locker abdecken.

Die Strategie geht auf

Da die Rohölpreise derzeit weit über dem Niveau liegen, das Devon zur Aufrechterhaltung seiner aktuellen Geschäftstätigkeit benötigt, wird hier wohl ein erheblicher Barmittelüberschuss geschaffen. Bei einem WTI-Preis von 50 USD könnte Devon beispielsweise mehr als 1,25 Milliarden USD an freien Barmitteln generieren. Diese Zahl könnte auf über 2 Milliarden USD ansteigen, wenn der Rohölpreis in diesem Jahr durchschnittlich 60 USD betragen würde. Das ist eine Menge Geld für ein Ölunternehmen, das derzeit eine Marktkapitalisierung von 12 Milliarden USD hat.

Devon hat eine Reihe von Optionen für dieses Geld. Man könnte es für die weitere Schuldentilgung verwenden, zusätzliche Bohrungen durchführen oder es über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückzugeben. Da Devon bereits 2,1 Milliarden USD an Barmitteln in seiner Bilanz hat, kann man die Schulden um 1,5 Milliarden USD reduzieren. Das jedenfalls ist eines der Ziele des Unternehmens. Derweil scheint es unwahrscheinlich, dass das Unternehmen sein Bohrprogramm in nächster Zeit hochfahren wird. Der Ölmarkt braucht angesichts des derzeitigen Gegenwinds bei der Nachfrage und der Tatsache, dass die OPEC die Produktion zurückhält, um die Preise zu stützen, keine Fördersteigerung. Daher dürfte Devon den Großteil des freien Cashflows, den es in diesem Jahr produziert, an die Aktionäre zurückgeben.

Die primäre Methode wird das variable Dividendenprogramm sein, das das Unternehmen nach dem Abschluss der Fusion mit WPX Energy in diesem Jahr umsetzen will. Diese Strategie sieht vor, dass das Unternehmen jedes Quartal bis zu 50 % seines überschüssigen freien Cashflows ausschüttet. Vorausgesetzt, es verfügt über einen Barmittelbestand von mehr als 500 Millionen USD, eine starke Bilanz und gute Rohstoffpreisaussichten. Da das Unternehmen derzeit diese Kriterien erfüllt, sollte es bald mit diesen zusätzlichen Ausschüttungen beginnen. Diese zusätzlichen Dividenden könnten wesentlich höher ausfallen als die Basisausschüttung. Jedenfalls wenn man bedenkt, wie viel überschüssiges Bargeld das Unternehmen in diesem Jahr zu produzieren scheint.

Von höheren Ölpreisen profitieren

Die Strategie von Devon Energy, sich in einen Ölproduzenten mit extrem niedrigen Kosten zu verwandeln, beginnt sich auszuzahlen. Das Unternehmen könnte in diesem Jahr dank des jüngsten Anstiegs der Ölpreise eine große Menge an überschüssigem Bargeld schaffen. Obwohl es nicht der einzige Ölwert ist, der von diesem Aufschwung profitiert, hebt es sich von seinen Konkurrenten ab. Man plant, einen Teil des Gewinns über sein variables Dividendenprogramm an die Aktionäre zurückzugeben. Deshalb steht Devon auf meiner Liste der besten Ölaktien, die man derzeit kaufen kann.

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien. Matthew DiLallo besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 9.2.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021