Tony Awards: Robert De Niro wettert gegen Trump – und wird zensiert

Robert De Niro nutzte seinen Auftritt für ein politisches Statement. (Bild: Michael Zorn/Invision/AP Photo)

Bei der Verleihung des Theaterpreises in New York fand der Schauspieler deutliche Worte für den US-Präsidenten. Im amerikanischen Fernsehen wurden diese nicht übertragen.

Eigentlich sollte er einen Auftritt von Bruce Springsteen anmoderieren, jedoch nutzte Robert De Niro seine Bühnenzeit erst einmal für eine klare Ansage: „Ich will nur eins sagen: Fuck Trump!“, verkündete der Schauspieler, die Fäuste kämpferisch emporgestreckt. Dem Publikum gefiel’s: Es folgten tosender Applaus und stehende Ovationen.


„Hier ist ein Video, das zeigt, wie De Niro Trump bei den Tony Awards beschimpft. Der australische Feed hat es nicht zensiert.“

„Es kann nicht mehr heißen: Weg mit Trump! Es heißt Fuck Trump!“, wetterte De Niro weiter. Überraschend ist die starke Abneigung des 74-Jährigen gegen den US-Präsidenten nicht: In der Vergangenheit machte er seinem Unmut schon öfters Luft. Im Januar hatte er Trump bei einer Gala unter anderem als „Idioten“ und „Chef-Baby“ bezeichnet.

Während Videos von De Niros Wutrede nun auf Twitter die Runde machen und für Aufsehen sorgen, wurden seine Worte während der Fernsehübertragung zensiert. Der Sender CBS übertrug den Ausschnitt ohne Ton. In den USA werden Live-Sendungen für gewöhnlich mit einigen Sekunden Verzögerung gesendet, um Schimpfwörter herausschneiden zu können.

Nach seinem kleinen Ausbruch machte Robert De Niro wie geplant weiter im Programm – jedoch nicht weniger politisch aufgeladen. „Bruce, du kannst das Haus rocken wie niemand sonst”, kündigte er eine musikalische Performance von Springsteen an. „Und was in diesen bedrohlichen Zeiten noch wichtiger ist: Du rockst die Wahl. Du kämpfst immer für, in deinen eigenen Worten, Wahrheit, Transparenz und Integrität in der Regierung. Junge, können wir das gerade brauchen.”

Die Tony Awards ehren seit 1947 die besten neuen Theaterstücke und Musicals am Broadway. Zu den großen Gewinnern in diesem Jahr zählten „The Band‘s Visit“ mit zehn Auszeichnungen und „Harry Potter and the Cursed Child“ mit sechs Preisen.

Übrigens: Noch bevor Trump zum Präsidenten gewählt wurde, teilte De Niro zum ersten Mal gegen ihn aus

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