Tom Petty: Daran starb der Rockmusiker wirklich

Trotz Hüftfraktur soll Tom Petty dutzende Konzerte gegeben haben. (Bild: AP Photo)

Sein plötzlicher Tod versetzte die Musikwelt für kurze Zeit in eine Schockstarre: Im Alter von 66 Jahren war Tom Petty Anfang Oktober nach einem Herzstillstand verstorben. Nun gab die Familie der Rock-Legende die Todesursache bekannt.

Seine letzte Tour war eine Tour de force: Insgesamt 53 Konzerte spielte Tom Petty mit gebrochener Hüfte. Auf Facebook veröffentlichten die Ehefrau und Tochter des Musikers nun ein Statement, in dem sie die wahre Ursache über dessen frühzeitiges Ableben verrieten. Petty nahm am 2. Oktober 2017 versehentlich eine Überdosis Schmerzmittel ein – das hatte eine Obduktion ergeben.

Laut Pettys Ehefrau Dana und seiner Tochter Adria soll der Sänger nicht nur an einer Hüftfraktur gelitten haben, sondern auch an Knie-Problemen und Lungenemphysemen. „Am Tag seines Todes bekam er die Nachricht, seine Hüfte sei inzwischen vollständig gebrochen, und wir haben das Gefühl, dass der Schmerz so unerträglich gewesen sein muss und dies der Grund für seine Überdosis war.“

Laut Autopsiebericht hatte der Musiker zum Zeitpunkt seines Todes einen Mix aus mehreren verschreibungspflichtigen Medikamenten im Blut. Darunter die starken Schmerzmittel Fentanyl und Oxycodon. Trotz seiner Gebrechen wollte Petty seine Tour im Jahr 2017 absolvieren – aus Loyalität gegenüber seinen Fans, die ihm seit Jahrzehnten die Treue hielten.

Enge Freunde: Tom Petty hält im April 2015 eine Rede auf Jeff Lynne, der mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt wurde. (Bild: AP Photo)

Die Familie sprach in ihrem Statement auch die aktuelle Opioidkrise in den USA an. US-Präsident Donald Trump hatte angesichts der steigenden Zahl von Drogentoten in Amerika Ende Oktober den Gesundheitsnotstand ausgerufen. Im Jahr 2016 hat die Schmerzmittelsucht in den USA rund 65.000 Menschen das Leben gekostet.

Dana und Adria Petty schreiben: „Wir erkennen als Familie an, dass der Autopsie-Bericht eine weitere Debatte über die Opioidkrise anregen könnte. Wir denken, dass das eine gesunde und notwendige Debatte ist – und wir hoffen, dass dieser Bericht auf irgendeine Art und Weise dabei helfen kann, Leben zu retten.“

Am 10. Februar 2017 spielte Petty gemeinsam mit Lynne und Dhani Harrison in Los Angeles. (Bild: AP Photo)

Tom Petty zählte zu den bekanntesten Singer-Songwritern der Pop- und Rockgeschichte. Seine gößten Hits waren „Free Fallin‘“, „I Won‘t Back Down“, „Learning To Fly“ und „Into the Great Wide Open“, die er allesamt mit Jeff Lynne verfasst hat, dem Mastermind des Electric Light Orchestra. Zusammen mit Lynne war Petty auch Teil der Supergroup Traveling Wilburys, zu der auch Roy Orbison, George Harrison und Bob Dylan gehörten.