Tolle Aktion: 20 Polizisten aus Colorado kümmern sich um ein krankes Baby

Melissa Winch und ihr Mann freuen sich über die unerwartete Hilfe bei der Babybetreuung. (Bild: Facebook/ Adam Winch)

Melissa Winch und ihr Ehemann Adam Winch haben mit einem harten Schicksal zu kämpfen. Ihr Sohn Axel kam schwerkrank auf die Welt, eine Diagnose gab es allerdings nicht. Hilfe bekamen die Eltern ausgerechnet von einer Gruppe Polizisten.

Axel war gerade mal 29 Wochen alt, als er auf die Welt kam. „Uns wurde gesagt, er hat sowohl genetische als auch physische Probleme. Diese Nachricht war schrecklich“, erinnert sich sein Vater laut „9News“ zurück. „Er müsse vielleicht sein Leben lang medizinisch behandelt werden. Man ist sich immer noch nicht sicher, was es ist.“

Der kleine US-Amerikaner schien ein Mysterium für seine Ärzte zu sein, die schon verschiedene Theorien zu seinem Zustand hatten. Obwohl er erst im Sommer 2017 auf die Welt kam, musste er schon mehrere Operationen und diverse Untersuchungen über sich ergehen lassen. Dass er all das überlebt hat, grenzt an ein Wunder, wie seine Eltern finden. „Axel ist einige Male fast in unseren Armen gestorben“, sagte Adam Winch. „Die Schwestern haben sein Leben gerettet. Wir haben ein Wunder nach dem anderen gesehen.“

Axel mit nach Hause zu nehmen, kam zunächst nicht infrage – sein Zustand war zu kritisch, weswegen er wochenlang im Krankenhaus bleiben und beobachtet werden musste. Ein Dilemma für seine Eltern, die nach einiger Zeit wieder arbeiten mussten. Melissa Winch ist Polizistin, ihr Mann hat ebenfalls bei der Polizei gearbeitet, bevor er sein eigenes Unternehmen gründete. „Ihn zu verlassen war herzzerreißend“, erzählte Melissa Winch. „Als wir das erste Mal gegangen sind, haben wir die meiste Zeit des Heimweges geweint. Es war schrecklich.“

Doch ihr Söhnchen sollte nicht lange alleine bleiben. Über einen Zufall lernte Mike Pitrusu die Familie Winch kennen. Er arbeitet für das Aurora Police Department in Colorado und hörte von einem Kollegen, dass eine Polizeibeamtin und ihr Mann ihr Baby im Krankenhaus betreuen müssen. Kurzerhand bat er seine Kollegen um Hilfe. „Ich hatte die Idee, dass wir eine Art Überwachung organisieren, sodass sich die Beamten eintragen können, um ins Krankenhaus zu kommen und Zeit mit Axel zu verbringen“, so Pitrusu. Der Andrang war hoch – um die 20 Polizisten kümmerten sich von nun an um den kleinen Kämpfer und hielten ihn im Arm, wenn seine Eltern gerade nicht vor Ort sein konnten. Die tolle Aktion wurde als „Cuddle Watch“ (dt. „Kuschel-Aufsicht “) betitelt. Auch von einem der freundlichen Helfer postete die Familie ein Bild.

Axels Eltern waren begeistert von so viel Einsatz. Er habe den Polizisten ansehen können, dass sie aus Liebe gehandelt hätten, so Adam Winch. „Genau das haben sie uns hier jeden Tag gezeigt.“ Mittlerweile wurde Axel übrigens aus dem Krankenhaus entlassen und durfte mit seinen Eltern nach Hause. Nun sei er „gesund und ein glückliches Baby“, schreibt sein Vater bei Facebook.