Todestag von Rudolf Heß: Gegendemonstrationen zu Neonazi-Aufmarsch geplant

Neonazis bei einem Marsch für Rudolf Heß im Jahr 2012 (Archivbild)

Anlässlich des 30. Todestages des Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß planen Neonazis am 19. August in Spandau einen Aufmarsch und mobilisieren seit Wochen dazu im Internet – europaweit. Zur Kundgebung wird in 14 Sprachen aufgerufen. Heß war der letzte von insgesamt sieben Hauptkriegsverbrechern des nationalsozialisten Regimes, die im Kriegsverbrechergefängnis Spandau ihre Haft verbüßten.

Die vier allierten Mächte in Berlin wechselten sich monatlich mit der Bewachung ab. Heß starb nach 46 Jahren in Haft am 17. August 1987 im Alter von 93 Jahren durch Suizid, was die rechtsextremistische Szene jedoch bezweifelt. Das Gefängnis an der Spandauer Wilhelmstraße wurde noch im selben Jahr abgerissen.

Die Bezirksverordnetenversammlung Spandau hatte den für den 19. August geplanten Marsch von Neonazis für den Kriegsverbrecher Rudolf Heß in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause einstimmig verurteilt. Mit einer Resolution setzte sie ein Zeichen für Demokratie gegen Intoleranz, Ausgrenzung, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. Der Spandauer Bundestagsabgeordnete Kai Wegner (CDU) hat sich bei Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) dafür eingesetzt, den Aufmarsch zu verbieten. "Demokratie und Meinungsfreiheit bedeuten nicht, dass mutmaßlich gewaltbereite Verfassungsfeinde ungestört ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten können.

Die Innenbehörde sollte alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen, um den Aufmarsch zu verhindern. Neonazis sind im weltoffenen Spandau nicht willkommen", s...

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