Todesdrohung vor Attacke auf Ex-VfB-Coach Fringer?

Am Donnerstagabend prügelte Präsident Christian Constantin vom FC Sion auf den ehemaligen Bundesliga-Trainer Rolf Fringer ein.

Vor der Attacke gegen den jetzigen TV-Experten beim Schweizer TV-Sender Teleclub soll sogar eine Todesdrohung gegen Fringer ausgesprochen worden sein - und zwar vom Präsidenten-Sohn Barthelemy Constantin (22).

Dies behauptet Teleclub-Moderator Chris Augsburger in der Schweizer Zeitung Blick. Augsburger stand nach dem 2:1-Sieg Sions in Lugano neben Fringer, um die Partie zu analysieren.

Augsburger berichtete: "Barthelemy hat Rolf am Kragen gepackt und geschrien: 'Wenn du nochmals etwas gegen meine Familie sagst, dann schwöre ich dir, ich töte dich!'"

Und weiter: "Ich war unfähig, zu reagieren, ich war perplex. Das ist eine Mord­drohung, so etwas habe ich noch nie erlebt. Nach fünfzehn Sekunden war der Spuk vorbei."

"Habe auf ihn eingeschimpft"

Sion-Präsident Christian Constantin sagte zu dem Vorfall: "Ich weiß, weshalb Barth so ausgerastet ist. Aber er will das nicht näher erläutern und ich verstehe das. Im Nachgang einer Gesprächsrunde bei Teleclub, bei der auch Rolf Fringer zugegen war, sind Dinge über uns gesagt worden, die derart enorm, kränkend und abstoßend sind, dass ich sie hier unmöglich ausbreiten kann."

Sohn Barthelemy selbst erinnert sich so: "Als Fringer mir sagte, dass er in Bezug auf meinen Vater im Teleclub nichts Negatives gesagt habe, bin ich explodiert. Ich habe ihm den Finger unter die Nase gehalten, ohne ihn allerdings zu berühren, und habe auf ihn eingeschimpft. Was genau ich da gesagt habe, weiß ich nicht mehr, derart in Rage war ich. Ich spürte, dass ich am Durchdrehen und kurz davor war, die Kontrolle vollends zu verlieren, weshalb ich dann wegging."

Attacke auf TV-Experten

Fringer war von 1995 bis 1996 Trainer des VfB Stuttgart und trainierte zudem schon die Schweizer Nationalmannschaft.

Nach dem Spiel zwischen Lugano und Sion war Gäste-Präsident Constantin auf den 60-Jährigen zugestürmt und hatte ihm mehrere Schläge und Tritte versetzt. (Hier gibt es ein Video des Ausrasters)

Fringer hatte den Vorfall so geschildert: "Zuerst ist sein Sohn gekommen und dann er. Er hat mir drei, vier Ohrfeigen gegeben. Ich habe mein Mikrofon gehalten, habe mich gar nicht gewehrt. Ich habe gedacht, das darf doch gar nicht wahr sein."