Tod von Avicii: Familie gibt Erklärung ab

Mitten in der Trauer um den schwedischen Erfolgsmusiker und DJ Tim Bergling alias Avicii hat die Familie des Verstorbenen einen Brief geschrieben, der in Teilen vom schwedischen Rundfunk veröffentlicht wurde. Darin wird laut Medien- und Agenturberichten angedeutet, dass der 28-Jährige womöglich nicht durch eine Erkrankung gestorben ist:

" Unser geliebter Tim war ein Suchender, eine zerbrechliche Künstlerseele, die sich immer mit den großen existenziellen Fragen herumgetragen hat.

Ein überambitionierter Perfektionist, der reiste und in einem Tempo arbeitete, das zu extrem schwerem Stress führte.

Als er damit aufhörte, auf Tournee zu gehen, wollte er die Balance im Leben wiederfinden, damit es ihm gut geht und er das machen kann, was er am meisten liebte - Musik.

Er hat wirklich gerungen mit dem Nachdenken über den Sinn, das Leben, das Glück. Jetzt hat er es nicht länger geschafft. Er wollte Frieden haben.

Tim war nicht für die Maschinerie gemacht, in der er landete. Er war ein feinfühliger Junge, der seine Fans liebte und das Rampenlicht scheute.

Tim, du wirst für immer geliebt und vermisst werden. Wir werden dich und deine Musik immer in unseren Erinnerungen an dich weitertragen.

Wir lieben dich.

Die Familie"

Ferner bedankte sich die Familie bei den Avicii-Fans für die zahlreichen Aktionen zu Ehren des Musikers: "Wir sind allen so dankbar, die Tims Musik liebten und gute Erinnerungen an seine Lieder haben."

Tim Bergling, so Aviciis bürgerlicher Name, hatte in Interviews wiederholt über die psychischen Belastungen gesprochen, die ihn 2016 dazu bewegten, nicht mehr live aufzutreten und sich nur noch auf die Arbeit im Studio zu konzentrieren.

Nach dem Tod des 28-Jährigen hatten zahlreiche Clubs Schweigeminuten eingelegt, Kirchen und Rathäuser spielten seine größten Hits. Örtlich - wie in Stockholm - versammelten sich viele seiner Fans auf öffentlichen Plätzen zu den Klängen seiner Musik.

Bergling war am Freitag in Maskat, der Hauptstadt des Oman, tot gefunden worden. Die Todesursache wurde noch nicht öffentlich gemacht.