Tod mehrerer seltener Tiere weckt Sorgen in Malaysia

Malaysias Tapire sind vom Aussterben bedroht

Die Häufung von Todesfällen seltener Tiere in Malaysia ruft Tierschützer auf den Plan. In den vergangenen Tagen waren ein Malaienbär und ein Tapir bei Verkehrsunfällen getötet worden, ein weiterer Malaienbär wurde offenbar von Dorfbewohnern getötet und sein Fleisch auf einem Markt verkauft. Der Chef der Umweltorganisation WWF in Malaysia, Dionysius Sharma, zeigte sich am Donnerstag besorgt über die Zukunft der Wildtiere in dem artenreichen asiatischen Land.

"Trotz aller Bemühungen verschiedener Organisationen und Behörden haben wir, als Nation, es nicht geschafft, unsere Fauna zu schützen", sagte er. "Wenn wir nicht sofort drastische Maßnahmen ergreifen, um unsere Wildtiere zu schützen, werden sie sehr bald aussterben."

Malaysia mit seinen tropischen Regenwäldern ist Heimat zahlreicher Wildtiere, von Orang-Utans über Schuppentiere bis hin zu Elefanten. Anfang des Jahres waren binnen drei Monaten zwei Elefanten getötet worden, nachdem sie im Norden der Insel Borneo von Autos angefahren worden waren.

Am Heiligabend ereigneten sich die Unfälle mit dem Tapir und dem Malaienbär. Dorfbewohner, die den toten Tapir entdeckten, zerlegten den Kadaver. Die Teile des zweiten getöteten Tapirs wurden am selben Tag offen auf einem Markt in Sarawak auf Borneo feilgeboten.

Der Malaienbär, auch Sonnenbär genannt, ist die kleinsten Bärenart. Er wird von der Internationalen Artenschutzvereinigung IUCN als gefährdete Tierart gelistet. Die in Malaysia lebende Tapir-Art gilt als bedroht.