Nach Tod von Goncalves: Hero-Team fährt Rallye Dakar nicht zu Ende

Gerald Dirnbeck

Das Hero-Team wird die Rallye Dakar in Saudi-Arabien nach dem tödlichen Unfall von Paulo Goncalves nicht zu Ende fahren. Montagmorgen verließen die Trucks des deutsch-indischen Teams das Biwak in Wadi Al-Dawasir und brachen nach Dschidda auf.

Der Inder CS Santosh befand sich auf dem 35. Platz der Gesamtwertung. Joaquim Rodrigues war schon am ersten Tag ausgefallen und konnte mit einem Joker weiterfahren. Rodrigues ist ebenfalls Portugiese und war der Schwager von Goncalves.

Auch Sebastian Bühler hätte ursprünglich die zweite Dakar-Woche mit einem Joker weiterfahren und zusätzliche Erfahrung sammeln sollen. Der Deutsche hatte im Laufe der sechsten Etappe einen Motorschaden erlitten. Nun befindet sich das Hero-Team auf dem Heimweg.

"Worte können unsren Schock nicht beschreiben", sagt Teamchef Wolfgang Fischer. "Für uns ist es nicht nur ein Team, sondern eine Familie. Wir sind am Boden zerstört, dass Paulo verstorben ist. Im vergangenen Jahr ist er im April zu uns gestoßen und wurde rasch ein integraler Bestandteil der Hero-MotorSport-Familie."

"Er wird schmerzlich vermisst und wird immer in Erinnerung bleiben. Paulo war ein wahrer Champion, ein Gentleman. Er war ein verlässlicher Freund für jeden in unserer Motorsportwelt und ein Vorbild als Sportler und als Persönlichkeit. Unser tiefes Beileid geht an seine Familie und Freunde."

Mit Bildmaterial von Ellen Lohr.