TK-Studie: Jeder Zweite geht krank zur Arbeit

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Mitarbeiter bei Amazon (AFP/INA FASSBENDER)

Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland geht einer Umfrage zufolge manchmal oder sogar häufig krank zur Arbeit. Nur rund jeder Fünfte (22 Prozent) gab an, bei einer Erkrankung nie zu arbeiten, wie eine am Mittwoch in Hamburg veröffentliche Studie der Techniker Krankenkasse zeigt. 27 Prozent der Befragten gehen selten krank arbeiten.

Frauen neigen dabei eher dazu, auch krank ins Büro oder in die Firma zu gehen als Männer. 56 Prozent der befragten Frauen arbeiten manchmal, häufig oder sehr häufig trotz Krankheit - bei den Männern sind es 47 Prozent. Ob Beschäftigte zu sogenanntem Präsentismus neigen, hängt demnach auch mit der Arbeitslast in ihrem Job zusammen. Wer viele Überstunden macht oder generell unter Zeitdruck steht, geht häufiger krank zur Arbeit.

Konkret geben 28 Prozent der Befragten an, manchmal trotz Erkrankung in den Betrieb oder ins Büro zu gehen. 14 Prozent tun das häufig und neun Prozent sogar sehr häufig. Die TK befragte gemeinsam mit dem Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG) zwischen 2018 und 2021 mehr als 11.000 Beschäftigte aus 43 Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

"Wenn Mitarbeitende trotz Krankheit arbeiten, kann das nicht nur für sie selbst negative Folgen haben, sondern auch für das Unternehmen", erklärte TK-Chef Jens Baas. Krankheiten würden verschleppt, Kolleginnen und Kollegen angesteckt und es passierten auch mehr Fehler.

hex/jm

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