Tipps der Redaktion: 5 Lieblingsfilme aus meiner Kindheit

Tipps der Redaktion: 5 Lieblingsfilme aus meiner Kindheit

Wenn wir, in Nostalgie versunken, Filme aus unserer Kindheit als Erwachsener noch einmal anschauen, sind wir bisweilen enttäuscht. Oft sind wir dem Inhalt, den wir als Junge spektakulär fanden, entwachsen. Doch den ein oder anderen Streifen, den wir mit großen Kinderaugen aufgesogen haben, lieben wir aber noch heute wie am ersten Tag. Hier sind fünf Filme, die mich in ihren Bann ziehen.

5 Lieblingsfilme (Bilder: Twentieth Century Fox, Universal, Disney, Lucas Arts, Rex)

Star Wars

Selbst Kinder der 90er staunten noch über die coolen Lichtschwert-Kämpfe, die damals Oscar prämierten Effekte, Droiden mit Charme und die vielfältigen Außerirdischen.

Darth Vader mit Sturmtruppen

Beeindruckt saß ich als kleiner Junge neben Papa vor dem Fernseher und verfolgte gebannt, wie der mächtige Bösewicht Darth Vader in der schwarzen Montur seine Feinde selbst in den eigenen Reihen zum Schweigen brachte, ohne sie zu berühren. Stets angekündigt vom Imperial March – einem wichtigen musikalischen Puzzle-Teils des Soundtracks von John Williams. Die ursprüngliche „Star Wars“-Trilogie kombiniert Science Fiction mit Mystik, ist Kriegsfilm und Ritterepos in einem und zählt, da inhaltlich zusammengehörend, an dieser Stelle für mich als ein Film.

Wiener Philharmoniker spielen den “Imperial March”:

Die Geschichte hat uns in ihren Bann gezogen und beherrschte nach abendlichen Fernsehausstrahlungen die Diskussionen auf dem Schulhof. Wären wir nicht alle gerne im Cockpit gesessen, als Luke den Todesstern zerstört hat? Wären wir nicht alle stolz gewesen, wenn Obi-Wan oder Yoda uns ein Lichtschwert überlassen hätten? Wir wollten Rebellen sein, mit Luke Skywalker gegen die Sturmtruppen antreten und Jedi werden.

Die Braut des Prinzen (1987)

Die Hauptdarsteller Cary Elwes und Robin Wright (Bild: Everett Digital)

Der Fantasy-Streifen von Autor William Goldman und Regisseur Rob Reiner ist ein kindgerechter Familienfilm, der ein Mantel-und-Degen-Abenteuer auf zauberhafte Weise in ein Märchen webt. Nicht nur der kranke Junge aus der Rahmenhandlung lässt sich trotz anfänglichem Widerwillen schnell vom eigentlichen Plot mitreißen, den ihm sein Opa erzählt.

„Die Braut des Prinzen“ zeigt mit parodistischen Zügen, wie man Prinzessinnen (oder eigentlich eine Magd, das ist aber unerheblich) rettet. Charmant und ganz ohne Genre-Schablone erzählt. Da verzeihe ich den Machern ausnahmsweise auch die Widerbelebung einer wichtigen Figur im Lauf der Handlung, obwohl ich bei von den Toten auferstehenden Protagonisten sonst ganz schnell das Interesse verliere.

In einem Land vor unserer Zeit (1988)

Littlefoot, Ducky, Petrie und Spike. (Bild: ddp images)

Der Zeichentrickfilm von Regisseur Don Bluth nimmt den Zuschauer mit auf die Reise des jungen Langhals-Dinosauriers Littlefoot, der durch ein Erdbeben von seiner Herde getrennt wird und seine Mutter an den Tyrannosaurus Rex „Scharfzahn“ verliert. Nun muss er das „Große Tal“ finden, in dem es noch genügend Nahrung geben soll. Auf seinem beschwerlichen Weg schart er andere, einsame Dinokinder um sich, um mit ihnen gemeinsam ans Ziel zu kommen und Begegnungen mit Scharfzahn zu überstehen.

Dinos waren damals total angesagt. Auch ich hatte Spielzeug-Saurier und Dino-Hefte im Kinderzimmer. “In einem Land vor unserer Zeit” handelt von Familie und Flucht. Vor allem aber geht es um die Freundschaft zwischen völlig unterschiedlichen Figuren. Der kleine Flugsaurier Petrie bekommt schnell das Mitgefühl des Zuschauers geschenkt, der um den Gruppenfrieden bemühte Saurolophus Ducky plappert in einer Tour, Stego Spike spricht hingegen kein Wort. Nur das eingebildete, sture Triceratops-Mädchen Cera treibt die Geduld des jungen Zuschauers mit seiner Attitüde an den Rand eines Wutausbruchs. Genau solche Cera-Typen hat man in der Grundschule aber auch irgendwie akzeptiert. Vielleicht eroberte der Film auch deswegen die Herzen der Kinder im Sturm und führte zu 13 Fortsetzungen.

Kevin – Allein zu Haus (1990)

Joe Pesci und Daniel Stern

Die Großfamilie fliegt in den Urlaub, vergisst aber den achtjährigen Kevin (Macauly Culkin) daheim. Dieser verteidigt das Haus mit sehr viel Kreativität gegen zwei dämliche Einbrecher (Joe Pesci, Daniel Stern). Unrealistisch? Ja klar – interessiert aber niemanden. Nicht Regisseur Chris Columbus, nicht Autor John Hughes, nicht die Zuschauer und vor allem nicht Kinder in Kevins Alter.

Mehr oder weniger jedes Jahr in der Weihnachtszeit läuft der größte Hit des Kinderstars Macauly Culkin im Free-TV und es macht immer wieder Spaß, dem aufgeweckten Knilch dabei zuzusehen, wie er seine tumben Widersacher durch vorzügliche Fallen an der Nase herumführt. Das Sequel „Kevin – Allein in New York“ wärmt die Story andernorts neu auf, ist letztlich aber nur ein simpler Abklatsch des Originals.

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Der König der Löwen (1994)

Scar (Bild: Disney)

Der Disney-Klassiker hat alle Zutaten, die ein guter Film braucht. Die Zuschauer erleben die Geschichte des Löwenjungen Simba, der durch eine Intrige seinen Vater auf tragische Weise verliert, im Exil zwei ungewöhnliche Freunde findet und seinen Thron zurückerobert, als seine Familie ihn dringend braucht. Liebesgeschichte inklusive.

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Ein Zeichentrickfilm voller Dramatik, garniert mit ein bisschen Witz, viel Pathos und einem legendären Soundtrack von Hans Zimmer mit Songs von Elton John, die hervorragend ins Deutsche adaptiert wurden. Hinzu kommt die markante, einprägsame Synchronisation des hinterhältigen Onkels Scar durch Thomas Fritsch. Der Sprecher verleiht dem Bösewicht eine so verschlagene Stimme, dass er meine Vorstellungen vom „König der Löwen“ nachhaltig beeinflusst hat.

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Im Video: Schüler mimen Filmfiguren auf dem Ausweis-Foto (Kevin bei 0:33)