Tillerson: USA suchen das direkte Gespräch mit Nordkorea

Lisa Schönhaar
Tillerson: USA suchen das direkte Gespräch mit Nordkorea

Im Streit um die atomare Bewaffnung Nordkoreas stehen die USA nach den Worten ihres Außenministers Rex Tillerson in Kontakt mit Nordkorea, um die Möglichkeit von Verhandlungen über dessen Atom- und Raketenprogramm auszuloten. Das berichten mehrere Medien in Bezugnahme auf die Deutsche Presseagentur und die Nachrichtenagentur Reuters. 

Es gebe „Kommunikationskanäle nach Pjöngjang“, sagte Tillerson am Samstag bei einem Besuch in Peking. „Wir sondieren“, fügte er hinzu. „Wir fragen: Wollt ihr sprechen?“

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, dass die Vereinigten Staaten auf einen Militäreinsatz vorbereitet seien. Das sei aber nicht die erste Wahl, um den Streit über das Atom- und Raketenprogramm des Landes zu lösen. Der Außenminister führt am Wochenende Gespräche mit seinem Amtskollegen Wang Yi und anderen chinesischen Führern. Schwerpunkt ist Konflikt mit Nordkorea. Die USA hatten zuletzt nachdrücklich versucht, China zu einer stärkeren Einflussnahme auf Pjöngjang zu drängen.

Peking vertritt in der Frage aber eine gespaltene Haltung: Zwar will es in seiner Nachbarschaft keine Atomwaffen, um das Risiko eines Atomkriegs zu minimieren. Zugleich fürchtet China jedoch einen Kollaps Nordkoreas, der Flüchtlingsströme nach China und das Heranrücken von US-Truppen von Südkorea bis an die chinesische Grenze zur Folge haben könnte.

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