Tillerson bekräftigt Bereitschaft zu Gesprächen mit Nordkorea

US-Außenminister Rex Tillerson im UN-Sicherheitsrat

US-Außenminister Rex Tillerson hat im Nordkorea-Konflikt seine Bereitschaft zu Gesprächen mit der kommunistischen Führung in Pjöngjang bekräftigt. Die Kommunikationskanäle nach Nordkorea müssten offen bleiben, sagte Tillerson am Freitag im UN-Sicherheitsrat. Ein Dialog könne aber erst beginnen, wenn das Land "sein bedrohliches Verhalten" dauerhaft einstelle.

Tillerson hatte sich am Dienstag für direkte Gespräche "ohne Vorbedingungen" mit Nordkorea ausgesprochen und Widerspruch aus dem Weißen Haus geerntet. Sein Ministerium relativierte daraufhin die Aussagen Tillersons.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte bei dem Treffen des Sicherheitsrats vor einer weiteren Verschärfung des Konflikts und möglichen "katastrophalen" Folgen. Er machte sich für eine friedliche Beilegung der Krise stark. Diplomatisches Engagement sei der einzige Weg zu dauerhaftem Frieden und nuklearer Abrüstung, sagte Guterres.

US-Präsident Donald Trump warf derweil Russland vor, sich nicht ausreichend einzusetzen für eine Lösung des Nordkorea-Konflikts. "China hilft, Russland hilft nicht", sagte Trump am Freitag nach einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin. Er hoffe auf mehr Unterstützung Moskaus.

Putin hatte am Donnerstag bei seiner Jahrespressekonferenz gesagt, Russland akzeptiere keine Atommacht Nordkorea. Er forderte Washington und Pjöngjang auf, den Konflikt nicht weiter zu verschärfen.

Ungeachtet von UN-Sanktionen nimmt Nordkorea immer wieder Atom- und Raketentests vor. Anfang September verkündete die Führung ihren sechsten und bisher gewaltigsten Atomwaffentest. Machthaber Kim Jong Un hat das Ziel ausgegeben, sein Land zur stärksten Atommacht der Welt zu entwickeln.