Tierschmuggler pferchen exotische Vögel in Abflussrohre

Gefangene Weißhaubenkakadus

In Indonesien sind vier mutmaßliche Tierschmuggler gefasst worden, die 125 exotische Vögel in Abflussrohre gepfercht hatten. Nach Behördenangaben vom Donnerstag hielten die Männer 41 bedrohte Weißhaubenkakadus und 84 Edelpapageien in mit Draht vergitterten Plastikrohren fest. Den Schmugglern drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von umgerechnet rund 6300 Euro.

Die Ermittler gingen davon aus, dass die Männer zu einem groß angelegten Netz von Wilderern gehören. In den indonesischen Urwäldern sind nach Angaben der Tierschutzorganisation Traffic 131 bedrohte Vogelarten heimisch. Weltweit liegt der Inselstaat damit bei der Zahl bedrohter Vogelarten an zweiter Stelle nach Brasilien. Doch die Populationen sind durch Wilderei bedroht; die Vögel werden entweder auf indonesischen Märkten verkauft oder ins Ausland geschmuggelt.

Die Weißhaubenkadadus sind in der abgelegenen Region der Nördlichen Molukken heimisch. Nach Schätzungen der International Union for Conservation of Nature (IUCN) gibt es zwischen 43.000 und 183.000 Exemplare, iwegen Wilderei und Verlust ihres Lebensraumes geht ihre Zahl jedoch zurück.