Tierpark: Uhus und andere Wunderwerke der Natur

Eine leichte Brise wehte durch die Bäume des Stadtwalds. Mit angelegten Ohren blickte ein Esel in Richtung Wiese. Bei strahlendem Sonnenschein drängten sich dort nun Eltern, Großeltern und Kinder auf die begrenzten Plätze auf dem großen Veranstaltungsplatz im Lindenthaler Tierpark. Der Förderverein, die Kölner Jägerschaft und die Forstverwaltung hatten alle Lindenthaler und Tierpark-Freunde zum 16. Mal eingeladen, an einer Waldmesse teilzunehmen und die letzten Sonnenstrahlen vor dem Herbstbeginn gemeinsam zu genießen.

Die Predigt hielt Generalvikar Dominik Meiering, der die Messe mit Konzelebranten aus dem Domkapitel las. "Die Idee hinter der Waldmesse ist, Natur und Glaube erlebbar zu machen", sagte Meiering. "Durch die Nähe zur Natur schaffen wir Nähe zu Gott und seinen Schöpfungen, den Tieren und Pflanzen, die uns umgeben." Die musikalische Untermalung lieferten die Jagdhornbläser der Kölner Jägerschaft, die außer den rustikalen Klängen der Waldblasinstrumente auch ihre Greifvögel in die Lüfte fliegen ließen.

Die geschulten Uhus und Seekopfadler präsentierten vor staunendem Publikum ihr Können, während bereits die ersten Bratwürstchen auf dem Grill landeten und die ersten Kölsch ausgeschenkt wurden. Naturbegeisterte Mädchen und Jungen erforschten die ausgestopften Präparate der "Rollenden Waldschule" der Kölner Jägerschaft, während die erwachsenen Messebesucher in den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden noch beisammensaßen und sich bei Kaffee und Kuchen austauschten.

Die Waldmesse erfreut sich nun schon seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit, was besonders ihren Erfinder sehr freut. Heribert Resch, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Lindenthaler Tierpark, las vor beinahe 20 Jahren in der Presse von einem Naturgottesdienst unter freiem Himmel. "Da habe ich mich gefragt, warum wir so etwas nicht auch mal hier versuchen."

Auch wenn die Waldmesse in ihren Anfangszeiten langsam anlief, so sei man über die Jahre dennoch stetig gewachsen, so Resch. Der Tierpark profitiere von der Aufmerksamkeit, schließlich ist der Förderverein vor allen Dingen auf Spenden angewiesen. "Wir bezahlen den laufenden Parkbetrieb, die Sanierung und Instandhaltung der Wege und Gehege aus der Vereinskasse. Von den Futterkosten bis hin zur Tierarztrechnung finanzieren wir alles für 250 Tiere und da kommt schnell einiges zusammen."...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta