Was für eine Hitze: Wie sich die Tiere im Kölner Zoo abkühlen

Auch die Tiere im Zoo schwitzen derzeit.

Bei tropischer Mittagshitze lässt Sergan sich gerne ins kühle Nass gleiten und ein bisschen treiben. Mit einem Jutebeutel in der Schnauze gönnt sich der sibirische Tigerkater eine Abkühlung vom Kölner Sommer.

„Sibirische Tiger scheuen sich nicht vor dem Wasser. Durch ihre enorme Größe und ihr dickes Fell suchen sie die Abkühlung sogar“, sagt Ruth Dieckmann, Zoopädagogin im Kölner Tierpark.

Bei diesem Wetter hat jeder der Zoobewohner seine eigene Strategie mit der enormen Hitze umzugehen. Am Mittag zeigt das Thermometer 35 Grad; der bislang heißeste Tag des Jahres.

Natürliche Body-Lotion schützt die Nilpferd-Haut

Zeit für die Body-Lotion, sagen sich die Nilpferde. Was sich Menschen mühsam auf dem Körper schmieren müssen, schwitzen die Flusspferde einfach aus. Ihr rötliches Drüsensekret wirkt nicht nur antibakteriell, pflegt die Haut und schützt vor Sonne, es reguliert auch die Körpertemperatur der Tiere.

Ähnlich entspannt gehen die Marabus vor: Neben einem Art rötlichen Ballon im unbefiederten Nackenbereich, der ihre Haut über den Blutdruck abkühlt, haben sie noch ein ganz spezielles Feintuning für die Erfrischung an heißen Tagen parat: den eigenen Kot. „Die Marabus koten sich auf die Beine und erfreuen sich an der Verdunstungskälte“, erklärt Dieckmann. Damit sind sie unter den Zootieren tatsächlich echte Exoten.

Im Schatten entspannen

Die meisten, wie Geißbock Hennes etwa, gönnen sich dagegen einfach ein wenig Schatten und ziehen sich in die kühlen vier Wände zurück. Ihr Sommerfell tragen sie bereits seit dem Frühjahr. Auch die Kamele wechseln gerade den Look. Als Hitzeprofis kann ihnen das Wetter aber ohnehin nichts anhaben. „Kamele können innerhalb kürzester Zeit enorme Mengen an Wasser speichern“, sagt Dieckmann.

Das geschieht, wie oft fälschlicherweise angenommen, nicht in den Höckern, sondern in den Vormägen der Tiere, wo sich Hunderte Speicherzellen befinden. Die kleinen Erdmännchen brauchen die nicht, gelten sie doch als wahre Sonnenanbeter. „Wenn es zu heiß wird, dann zieht es aber auch sie in den Schatten“, sagt Dieckmann.

So wie Sergan, der seine Baderunde mittlerweile beendet hat. Ein Grund, seinen Schattenplatz zu verlassen, wäre vielleicht ein Eis. Wie die Seelöwen bekommt auch der Tigerkater an heißen Tag sein Futter im Eisblock. Fast ein Fleisch am Stiel, so lässt sich der Kölner Sommer doch genießen. ...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta