Tiergarten: So verwahrlost ist der Schleusenweg

Müll liegt am Rand des Schleusenwegs

Nach dem Mord an Susanne F. erheben die Wirte des Schleusenkrugs Vorwürfe gegen die Berliner Behörden. Auf ihrer Internetseite schreiben die Betreiber des beliebten Ausfluglokals im Tiergarten: "Seit Jahren kämpfen wir für ein sicheres Umfeld hier in diesem Teil des Tiergartens und haben uns meist sehr alleingelassen gefühlt." Man sei geschockt von der Nachricht und mit dem ganzen Mitgefühl bei der Familie, den Freunden und Nachbarn, heißt es in dem Schreiben weiter.

Die 60 Jahre alte Kunsthistorikerin und Kastellanin des Schlosses Glienicke und der Pfaueninsel hatte sich am vergangenen Dienstag mit drei Freundinnen im Schleusenkrug getroffen. Gegen 22.20 Uhr war sie allein in Richtung Hardenbergplatz gegangen. Von dort wollte sie nach Hause fahren. Weil sie dort nie ankam, meldete sich ihr Mann am Mittwochmorgen bei der Polizei. Die suchte den Weg ab und setzte auch Spürhunde ein – ergebnislos.

Passanten entdeckten am Freitag schließlich eine Frauenleiche. Schnell war klar, dass es sich bei dem Opfer um die seit Dienstag vermisste Kunsthistorikerin aus Charlottenburg handeln muss. Der Leichnam lag nur wenige Meter neben dem stark frequentierten Schleusenweg versteckt in einem Gebüsch. Der Bahnhof Zoo liegt in Sichtweite, ebenso eine Wache der Bundespolizei.

Berge von Müll links und rechts des Wegs

Am Sonntag bot der Schleusenweg – wie schon so oft – ein extrem ungepflegtes Bild. Berge von Müll türmten sich links und rechts des Weges. Neben Fäkalien lagen zahlreiche Drogenbesteck...

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