Tiebreak-Krimi! Murray gewinnt virtuelle Madrid Open

Andy Murray und Kiki Bertens haben die virtuellen Madrid Open 2020 gewonnen.

Der Schotte und zweifache Olympiasieger (2012 und 2016) besiegte im digitalen Manolo-Santana-Stadion der Caja Mágica den Belgier David Goffin nach einem Tiebreak-Krimi mit 7:6 (7:5) und unterstrich damit seine Extra-Klasse an der Spielekonsole.


Nach seinem souveränen 6:1-Sieg im Viertelfinale gegen Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev hatte Murray an die Konkurrenz eine augenzwinkernde Kampfansage geschickt ("Wer ist das nächste Opfer?"), nachdem er bereits in der Gruppenphase all seine Spiele gewonnen hatte.


Im Halbfinale gegen Diego Schwartzman (Argentinien) gab es technische Probleme - beide Spieler einigen sich schließlich auf Murray als Sieger.


Bertens aus Belgien wiederum machte es vom Ergebnis her klarer, ließt der Französin Fiona Ferro mit 6:1 keine Chance.

Bertens und Murray gewannen jeweils 150.000 Euro, die sie an eine Wohltätigkeitsorganisation ihrer Wahl spenden werden. Murray teilte später auf Instagram mit: "Ich werde die Hälfte des Preisgeldes von 45.000 Dollar an den NHS (National Health Service / das öffentlich finanzierte Gesundheitssystem in England, Anm. d. Red.) und die andere Hälfte an den Hilfsfonds für Tennisspieler spenden."


Ausgetragen wurde das Turnier wegen der Corona-Pandemie virtuell auf dem PlayStation-4-Spiel "Tennis World Tour".

Jeweils 16 Profis der ATP- und WTA-Tour waren an den Start gegangen, neben Murray und Bertens auch Rafael Nadal, Dominic Thiem, Angelique Kerber, Caroline Wozniacki und Viktoria Azarenka.