Tickende Zeitbombe: Warum Europas nächste Krise wieder von den Banken ausgehen könnte

Christoph Damm
Banken in Frankfurt

Tagesgeldkonten bringen Sparern so gut wie gar nichts mehr, von Sparbüchern ganz zu schweigen. Gleichzeitig lohnt es sich immer eher, einen Kredit aufzunehmen — kein Wunder, dass viele Menschen ihr Geld lieber in Sachwerte wie Immobilien stecken wollen

Der Masterplan der Europäischen Zentralbank (EZB) geht also auf: Kredite werden an Privathaushalte und Unternehmen vergeben und somit die Konjunktur angekurbelt. Banken werden sogar bestraft, wenn sie ihr Geld nicht über Kredite an den Mann bringen, sondern bei der Notenbank parken: 0,4 Prozent Strafgebühr wird in dem Fall fällig. Die Gefahr dabei: Banken könnten Kredite ohne ausreichende Risikoprüfung vergeben.

Faule Kredite belasten ganz Europa

Jetzt läuft die Wirtschaft in Deutschland gut, die Arbeitslosenquote ist niedrig — der vermeintlich perfekte Kreislauf. Doch das ist nicht überall in Europa so. Verlieren Menschen ihren Job oder gehen Unternehmen pleite, können sie Kredite nicht mehr zurückzahlen. Diese verbleiben ungedeckt in den Bank-Bilanzen und werden offiziell als „non-performing loan“ (NPL) bezeichnet. Schnell haben sich dafür die Begriffe „notleidende“ oder gar „faule Kredite“ durchgesetzt.

Dr. Jörg Krämer Commerzbank Chefvolkswirt

Laut einer Studie der Unternehmensberatung PwC summieren sich diese ungedeckten Kredite in Europa auf eine Summe von einer Billion Euro .„Dieses Problem gehört derzeit zu den größten Belastungen der Eurozone“, erklärt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, gegenüber Business Insider.

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