Thyssenkrupp treibt IPO der Wasserstoffsparte voran: Kreise

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(Bloomberg) -- Die Thyssenkrupp AG treibt die Pläne für den Börsengang der Tochter Uhde Chlorine Engineers voran, einer Sparte die beim Bau von Wasserstoffanlagen mitwirkt. Das berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen.

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Der deutsche Industriekonzern will Uhde bereits im ersten Quartal 2022 an die Börse bringen, um vom steigenden Interesse an wasserstoffbasierten Technologien zu profitieren, hieß es. Ein Börsengang könnte das Unternehmen mit bis zu 5 Milliarden Euro bewerten, sagten die Personen, die wegen der Vertraulichkeit der Information darum baten, nicht namentlich genannt zu werden.

Thyssenkrupp hat mit Citigroup Inc. Optionen für Uhde geprüft und zuvor auch in Erwägung gezogen, das Unternehmen durch eine Fusion mit einer Zweckgesellschaft an die Börse zu bringen. Schließlich entschied es sich für den traditionellen Weg des Börsengangs, sagten die Personen. Thyssenkrupp könnte in den kommenden Wochen weitere Banken beauftragen.

Die Überlegungen seien noch im Gange, und es seien noch keine endgültigen Entscheidungen über den Umfang oder den Zeitpunkt eines Börsengangs getroffen worden, hieß es. Ein Vertreter von Thyssenkrupp lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Börse reagierte positiv. ThyssenKrupp stiegen um bis zu 6,1% auf 9,80 Euro auf Xetra, der höchste Kurs seit fünf Monaten. Im laufenden Jahr haben die Papiere 19% zugelegt.

Uhde, das als Joint Venture mit der italienischen Industrie De Nora SpA gegründet wurde, baut Anlagen zur Erzeugung von Wasserstoffgas aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind. Wasserstoff wird ohne Treibhausgasemissionen in Strom umgewandelt, wenn er durch eine Brennstoffzelle geleitet oder in einer Turbine verbrannt wird, und kann auch als Energiespeicher verwendet werden.

Die Vorstandsvorsitzende von Thyssenkrupp, Martina Merz, hat eine weitreichende Umstrukturierung des Konzerns veranlasst, der als einer der letzten deutschen Megakonzerne gilt. Nach dem Verkauf der wertvollen Aufzugssparte im vergangenen Jahr hat Thyssenkrupp im Sommer Vereinbarungen über die Veräußerung kleinerer Bergbau- und Infrastrukturunternehmen getroffen.

Überschrift des Artikels im Original:Thyssenkrupp Pushes Ahead With IPO of $5.7 Billion Hydrogen Unit

(Neu: Kursreaktion)

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