ThyssenKrupp: So schaut die Zukunft aus

Maximilian Völkl
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ThyssenKrupp: Das wird aber auch Zeit

Der Zeitplan für die Stahlfusion mit Tata musste verschoben werden. Hinter den Kulissen rüstet sich ThyssenKrupp aber bereits für die Zeit ohne das langjährige Herzstück des Konzerns. Vorstandschef Heinrich Hiesinger muss seine Strategie möglichst schnell umsetzen, um den unzufriedenen Großaktionär Cevian zu beruhigen.

Ursprünglich wollte ThyssenKrupp bereits im Mai über die Strategie beraten. Allerdings wird der Vorstand dem Aufsichtsrat die Pläne erst nach Abschluss der Stahlfusion vorstellen. Diese dürfte voraussichtlich erst im Juni abgeschlossen werden. Bis dahin wird sich Cevian noch in Geduld üben müssen.

In der neuen Strategie sollen die vier künftigen Sparten Aufzüge, Autokomponenten, Großanlagen und Werkstoffhandel neue Margenziele bekommen. Diese sind dann auch mit konkreten zeitlichen Vorgaben zur Erreichung verbunden. Zudem wird auch über einen Verkauf des Werkstoffhandels spekuliert – Interesse wird dem Konkurrenten Klöckner & Co nachgesagt. Trotz der ablehnenden Haltung des Managements sind aber auch ein Börsengang der lukrativen Aufzugssparte oder eine Fusion des Geschäftsbereichs mit dem Wettbewerber Kone nach wie vor eine Option.

Spannendes Bild

Die Stahlfusion steht im Mittelpunkt. Trotz der Verzögerungen dürfte die Abspaltung gelingen. Dann wäre eine Neubewertung der Aktie nötig. Aus charttechnischer Sicht steht das Ende der Konsolidierung aber bereits unmittelbar bevor. Wird der Sprung über den Widerstand bei 22,20 Euro nachhaltig bestätigt, sind schnell höhere Kurse möglich. Die Aktie ist damit für Trader interessant.