ThyssenKrupp, Salzgitter und Co: Darum sollten Anleger jetzt kaufen

Maximilian Völkl
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ThyssenKrupp: Unruhige Zeiten – nächster Großaktionär erhöht den Druck

Bei ThyssenKrupp ist die Stahlfusion mit Tata nach wie vor das beherrschende Thema. Solange die Abspaltung nicht beschlossen ist, bleibt die Entwicklung in der zyklischen Stahlbranche auch entscheidend für die Aktie. Aktuell ist das positiv für den Kurs. Es läuft gut im Stahlgeschäft.

Die Citigroup hat ThyssenKrupp bescheinigt, mit dem Umbau gut voranzukommen. Angesichts des positiven Stahltrends empfiehlt Analyst Ephrem Ravi momentan, eher auf reinrassige Stahlwerte zu setzen. Zu Recht: Der deutsche Wettbewerber Salzgitter und Weltmarktführer ArcelorMittal haben zuletzt bereits mit starken Zahlen geglänzt. Am Mittwoch können beide Aktien ihren Aufwärtstrend fortsetzen und erneut deutlich zulegen.

Langfristig sinnvoll

Doch auch die Strategie von ThyssenKrupp findet Anklang bei den Experten. Sylvain Brunet von der Exane BNP sieht zwar hohe Umbaukosten für den Konzern. Trotz der Probleme im Marinegeschäft biete die neue Struktur aber weiter enormes Wertpotenzial. Sein Kursziel lautet 32,50 Euro – 40 Prozent über dem aktuellen Niveau. Sein Kollege Christian Georges von der Société Générale sieht ebenfalls zunehmend positive Aspekte bei ThyssenKrupp. Die starken Auftragseingänge im vierten Quartal sprechen für eine starke Kursentwicklung im kommenden Jahr. Er sieht den fairen Wert bei 30,80 Euro.

Aussichtsreiche Entwicklung

Gelingt die Einigung mit den Arbeitnehmern bei der Tata-Fusion, steht die ThyssenKrupp-Aktie vor der Neubewertung. Mittelfristig sind dann deutlich höhere Kurse zu erwarten. Mutige Anleger können weiterhin auf dieses Szenario setzen, nach den starken Zahlen hat sich auch das Chartbild in den vergangenen Tagen wieder deutlich aufgehellt.

Wer auf eine weitere Erholung des Stahlgeschäfts setzen will, ist dagegen mit Salzgitter besser beraten. Der MDAX-Konzern hat in diesem Jahr mehrfach seine Prognosen angehoben und dürfte auch im kommenden Jahr von weniger Billigimporten und der beginnenden Branchenkonsolidierung profitieren. Mit dem neuen Mehrjahreshoch ist auch charttechnisch der Weg nach oben vorerst frei.