"Three Billboards" räumt bei Filmpreisen von US-Schauspielergewerkschaft ab

Frances McDormand

Die schwarze Komödie "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" hat bei den Filmpreisen der US-Schauspielergewerkschaft drei Auszeichnungen eingefahren und damit ihren Status als Oscar-Favorit gefestigt. Bei den Screen Actors Guild Awards gewann der Film am Sonntagabend in Los Angeles den Preis für die beste schauspielerische Gesamtleistung. Frances McDormand wurde als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet und Sam Rockwell als bester Nebendarsteller.

Das Fantasydrama "The Shape of Water" gewann den Preis für den besten Kinofilm. Als bester Hauptdarsteller wurde Gary Oldman für seine Darstellung des britischen Premierministers Winston Churchill in "Darkest Hour" ausgezeichnet.

Die Screen Actors Guild Awards gelten als wichtiger Gradmesser vor der Oscar-Verleihung am 4. März, denn die US-Schauspielergewerkschaft stellt rund 1200 der 6000 Mitglieder der Oscar-Akademie. Die Oscar-Nominierungen werden am Dienstag bekanntgegeben.

Die Screen Actors Guild Awards standen dieses Jahr im Zeichen des Skandals um sexuelle Belästigung in Hollywood. Bei der Zeremonie im Shrine Exposition Center wurde die Rolle von Frauen gewürdigt. So wurden alle Auszeichnungen von Schauspielerinnen übergeben.

"Three Billboards" hatte schon bei der Verleihung der Golden Globes Anfang Januar triumphiert. In dem Film spielt Frances McDormand eine wütende Frau, deren Tochter ermordet wurde und die seit Monaten auf Ermittlungsergebnisse der Polizei wartet. Schließlich beschließt sie, die Polizei auf großen Anzeigetafeln für deren Nichtstun anzuprangern.