Thieboldsgasse am Neumarkt: Anwohner kritisieren Pläne zum Drogenkonsumraum

Anwohner halten den Standort an der Thieboldsgasse für ungeeignet.

Verärgert, aber keineswegs überrascht, hat die Bürgerinitiative „Zukunft Neumarkt“ auf die Nachricht reagiert, dass der geplante Drogenkonsumraum in einem derzeit leerstehenden Ladenlokal an der Thieboldsgasse 146 eingerichtet werden soll.

„Wir haben das schon länger vermutet, aber offiziell wird der Standort uns gegenüber bis heute nicht bestätigt“, kritisiert Sabine Münch, Sprecherin der Initiative, in der sich Anwohner, Geschäftsleute und Hauseigentümer nach Bekanntwerden der Pläne zusammengeschlossen hatten.

Sie halten die enge Gasse in so zentraler Lage, in unmittelbarer Nähe zu Neumarkt und Gesundheitsamt, für völlig ungeeignet. Zudem bezweifelt die Initiative, dass ein Konsumraum die Probleme am Drogen-Hotspot Neumarkt lösen kann.

Wunsch nach längerer Suche nach passendem Standort

„Was passiert mit den Süchtigen, die nicht aus Köln kommen und das Angebot gar nicht nutzen dürfen? Was ist mit den obdachlosen Abhängigen, die abends nach Schließung der Einrichtung weiterhin in unseren Hauseingängen übernachten werden“, fragt Münch.

Den Verweis der Stadt, man habe rund 50 andere Standorte geprüft und verworfen, will Münch nicht gelten lassen. „Das kann ich so noch nicht akzeptieren. Ich hätte mir gewünscht, dass noch etwas länger gesucht wird.“ Auch auf den Vorschlag der Stadt, einen Beirat zu gründen, in dem sich Verwaltung, Polizei, Ordnungsdienst und Anwohner austauschen und bei Problemen nach Lösungen suchen, hat die Initiative reserviert reagiert.

Die Diskussion sei zwar noch nicht abgeschlossen, aber eigentlich lehne die Initiative die Teilnahme an einem solchen Beirat ab, so...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta