Theologe Richter zum Rechtsruck: "Leute aus Kammer der Idiotie herausholen"

Marco Fieber
Frank Richter in der Altstadt von Meißen.

Der Theologe Frank Richter war während des Zusammenbruchs der DDR einer der führenden Köpfe der Dresdner Bürgerrechtsbewegung. Nach dem Fall der Mauer arbeitete er als Pfarrer und Lehrer und war in der politischen Bildung tätig. 

Nun ist er in die aktive Politik zurückgekehrt. Richter will Oberbürgermeister in der sächsischen Kleinstadt Meißen werden – weil ihn die derzeitige “unübersichtliche politische Lage” umtreibt, wie der 58-Jährige im HuffPost-Podcast “Borschtsch & Bananenweizen” erzählt.

Vor allem Populisten von Rechts “machen sich die Unsicherheiten und Ungewissheiten der Menschen zu nutzen”, sagt Richter.

“Das will ich mir nicht gefallen lassen”, betont er mit Blick auf das Bundestagswahlergebnis der AfD in Sachsen.

Kammern der Idiotie

Richter warnt: Viele Menschen “bauen sich ihre eigenen, kleinen Welten, die zwar in sich funktionieren, aber keinen Bezug zur realen Welt haben.” 

Diese Barriere zu durchbrechen sei die Aufgabe aller.

“In der Demokratie hat jeder Idiot hat das Recht, immer wieder mit einem vernünftigen Gegenargument konfrontiert zu werden, um aus seiner Kammer der Idiotie herausgeholt zu werden”, sagt Richter.

Der Theologe drängt genau deshalb immer wieder auf einen Dialog.

Der HuffPost-Podcast:

  • In unserem Podcast “Borschtsch & Bananenweizen” spricht HuffPost-Redakteur Marco Fieber mit Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und...

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